Experte zu Trumps Iran-Taktik: „Zack, Bäm, Deal funktioniert nicht!“
Die USA haben sich im Konflikt mit dem Iran in eine gefährliche Sackgasse manövriert. Während die Mullahs geschickt auf Zeit spielen, schwindet die Zeit für US-Präsident Donald Trump. Der Sicherheitsexperte Nico Lange bewertet die aktuelle Lage und die verbleibenden Optionen des Präsidenten als äußerst begrenzt.
In einem Interview mit Thomas Kausch erklärte Lange, dass die bisherige Strategie der US-Regierung gescheitert sei. „Zack, Bäm, Deal funktioniert nicht!“, so der Experte. Die Taktik des maximalen Drucks durch Sanktionen und militärische Drohungen habe nicht zum gewünschten Erfolg geführt. Stattdessen halte der Iran die Weltwirtschaft weiterhin in Atem, insbesondere durch die Bedrohung der Öltransporte in der Straße von Hormus.
Die Sackgasse der USA
Laut Lange haben die USA ihre diplomatischen und wirtschaftlichen Hebel nahezu ausgereizt. Der Iran zeige sich unbeeindruckt und setze auf eine Politik der Nadelstiche, um Zeit zu gewinnen. Trump hingegen stehe innenpolitisch unter Druck und könne sich einen langwierigen Konflikt nicht leisten. Die Mullahs kalkulierten kühl, dass der US-Präsident in absehbarer Zeit keine glaubwürdige militärische Option mehr habe.
„Die USA haben sich selbst in eine Ecke gedrängt“, so Lange. „Ein Militärschlag wäre riskant und könnte die Region destabilisieren. Ein Rückzug hingegen wäre ein Gesichtsverlust.“ Die verbleibenden Optionen seien begrenzt: Entweder eine diplomatische Lösung mit Zugeständnissen oder eine Eskalation mit unkalkulierbaren Folgen.
Die Rolle Europas und der Weltwirtschaft
Europa stehe vor einem Dilemma. Einerseits wolle man den Konflikt entschärfen, andererseits sei man auf die Ölversorgung aus der Region angewiesen. Die europäischen Staaten versuchten daher, zwischen den Fronten zu vermitteln, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Der Iran nutze diese Uneinigkeit geschickt aus.
Die Weltwirtschaft leide bereits unter den Unsicherheiten. Die Ölpreise schwankten stark, und Unternehmen zögerten Investitionen. Sollte der Konflikt eskalieren, drohe eine globale Rezession. Lange warnte: „Die Zeit arbeitet gegen alle Beteiligten. Ein Ausweg ist nur durch echte Verhandlungen möglich.“



