Trumps Super-Sonntag: Käfigkämpfe und Iran-Deal zum 80. Geburtstag
Washington – Die Gründerväter der USA hätten sich das wohl nicht träumen lassen. Anlässlich seines 80. Geburtstags am Sonntag ließ Donald Trump (79) einen Ring vor dem Weißen Haus aufbauen. In sieben Fights werden dort Käfigkämpfer aufeinandertreffen. Und das ist noch nicht alles: Gut möglich, dass Trump sich selbst durch einen Friedensdeal mit dem Iran beschenkt.
Für das Kampfsport-Spektakel wurde vor dem Weißen Haus die provisorische Arena „The Claw“ errichtet. Die Bilder dürften um die Welt gehen: UFC-Kämpfer vor dem Amtssitz des Präsidenten, im Hintergrund das Washington Monument. Mehr als 4000 Zuschauer werden direkt an der Arena erwartet, Zehntausende weitere auf Großleinwänden im benachbarten Park.
Prügeln vorm Präsidenten
Vor dem Weißen Haus wurde ein Oktagon für die UFC-Kämpfe aufgebaut. Die Arena heißt „The Claw“ (die Klaue). Superstar Justin Gaethje kommt. Die UFC schickt für Trumps Geburtstag ihre Stars. Im Hauptkampf trifft Champion Ilia Topuria (29) auf Fanliebling Justin Gaethje (37). Alex Pereira (38) kann gegen Ciryl Gane (36) UFC-Geschichte schreiben und als erster Kämpfer einen Titel in drei Gewichtsklassen gewinnen. Komplettiert wird die Karte vom früheren Champion Sean O'Malley (31).
Besonders umstritten sind die Kosten. Nach Angaben des National Park Service sind mehr als 60 Millionen Dollar und Zehntausende Arbeitsstunden in Aufbau und Vorbereitung geflossen. Das Weiße Haus betont zwar, die UFC übernehme die Kosten. Doch laut Gerichtsunterlagen mussten mehrere Bundesbehörden kräftig mithelfen – bei Planung und Sicherheit.
Trump vom Kennedy Center abgehängt
Bei so vielen Feierlichkeiten wird Trump eine Niederlage verkraften können: Im Streit um das Kennedy Center in Washington entschied ein Bundesgericht, dass die zwischenzeitliche Umbenennung in „Trump Kennedy Center“ rechtswidrig war. Nur der Kongress darf den Namen der nationalen Kulturinstitution ändern. Das Kennedy Center begann daraufhin, Trumps Namen von Fassade, Website und offiziellen Unterlagen zu entfernen.
Friedensdeal mit Iran steht angeblich bevor
Während vor dem Weißen Haus Käfigkämpfer antreten, verhandeln Trumps Unterhändler hinter den Kulissen über einen möglichen historischen Durchbruch mit dem Iran. Nach Angaben des Vermittlers Pakistan haben sich beide Seiten auf die Grundzüge eines Rahmenabkommens verständigt. Vorgesehen sind die Öffnung der Straße von Hormus und Schritte zum Abbau des iranischen Atomprogramms. Im Gegenzug könnten später Sanktionen gelockert und eingefrorene Vermögenswerte freigegeben werden. Streitpunkt bleibt der Umgang mit hochangereichertem Uran. Ob das Abkommen die seit April geltende, mehrfach gebrochene Waffenruhe dauerhaft stabilisieren kann, ist offen.
Pakistans Ministerpräsident Shehbaz Sharif erklärt sogar bereits, die USA und der Iran hätten sich auf einen „endgültigen“ Friedenstext geeinigt. Die Amerikaner dementieren aber noch zentrale Inhalte des Entwurfs. Ausgang? Offen!



