UN-Sonderberichterstatterin Albanese lehnt Rücktrittsforderungen nach umstrittener Israel-Äußerung ab
UN-Expertin Albanese lehnt Rücktritt nach Israel-Äußerung ab

UN-Expertin bleibt trotz internationaler Kritik im Amt

Die UN-Sonderberichterstatterin für die Palästinensergebiete, Francesca Albanese (48), hat sich entschieden, trotz massiver Rücktrittsforderungen in ihrem Amt zu bleiben. Die Italienerin, die seit 2022 diese Position innehat, geriet nach einer umstrittenen Aussage während eines Auftritts beim Nachrichtenkanal Al Jazeera in Katar unter erheblichen Druck.

Skandal-Auftritt mit Hamas-Funktionären

Am vergangenen Samstag trat Albanese gemeinsam mit hochrangigen Vertretern der Hamas auf und äußerte sich in einem Redebeitrag, der als Video eingespielt wurde. Dabei sprach sie davon, dass "die Menschheit einen gemeinsamen Feind" habe. Diese Formulierung wurde weithin als indirekter Bezug auf Israel interpretiert, was zu sofortigen diplomatischen Reaktionen führte.

In ihrer Rede kritisierte Albanese scharf die internationale Unterstützung für Israel: "Anstatt Israel zu stoppen, hat der größte Teil der Welt Israel bewaffnet", erklärte sie und verwies auf politische, wirtschaftliche und finanzielle Unterstützung für den jüdischen Staat.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Nachträgliche Erklärung auf Social Media

Später präzisierte die UN-Sonderberichterstatterin ihre Aussage auf der Plattform X. Sie betonte, der gemeinsame Feind der Menschheit sei "das System, das den Genozid in Palästina ermöglicht" sowie das Kapital, das diesen finanziere. Diese Klarstellung konnte die aufgebrachte internationale Reaktion jedoch nicht mildern.

Diplomatische Forderungen nach Rücktritt

Deutschlands Außenminister Johann Wadephul (63) und sein französischer Amtskollege Jean-Noël Barrot (42) reagierten umgehend mit der Forderung nach Albaneses Rücktritt. Wadephul erklärte auf X, die Expertin sei "in ihrer Position unhaltbar" und habe sich bereits in der Vergangenheit mehrfach mit problematischen Äußerungen hervorgetan.

Die Kritik an Albanese wird durch ihre bisherige öffentliche Positionierung verstärkt. In der Vergangenheit hat die Italienerin wiederholt israelfeindliche bis antisemitische Aussagen getätigt, darunter:

  • Vergleiche zwischen Israels Politik und der des Dritten Reichs
  • Gleichsetzung von Israels Premier Benjamin Netanjahu (75) mit Nazi-Diktator Adolf Hitler
  • Behauptungen über eine angebliche "jüdische Lobby", die die USA unterjoche

Albaneses Verteidigung

Gegenüber dem italienischen Fernsehsender La7 wehrte sich Albanese scharf gegen die Rücktrittsforderungen. Sie sprach von einem "beispiellosen Angriff gegen eine Expertin der Vereinten Nationen" und betonte: "Alles, was über mich gesagt wurde, ist falsch und daher diffamierend."

Die UN-Sonderberichterstatterin zeigt sich somit unbeeindruckt von der internationalen Kritik und beharrt auf ihrer Position. Der Konflikt wirft grundsätzliche Fragen über die Neutralität von UN-Experten in hochpolitischen Konflikten auf und belastet die diplomatischen Beziehungen zwischen verschiedenen UN-Mitgliedsstaaten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration