Atomverhandlungen USA-Iran: Oman vermittelt, Trump unzufrieden - Frieden angeblich nah
USA-Iran-Verhandlungen: Oman vermittelt, Trump unzufrieden

Atomverhandlungen zwischen USA und Iran: Oman als Vermittler, Trump skeptisch

Die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran über das umstrittene Atomprogramm werden derzeit intensiv geführt, doch die Bewertungen der Fortschritte könnten unterschiedlicher nicht sein. Während der omanische Außenminister Badr al-Bussaidi als Vermittler optimistische Töne anschlägt, äußert sich US-Präsident Donald Trump deutlich unzufrieden mit der Haltung Teherans.

Omans Außenminister: »Frieden zum Greifen nah«

Badr al-Bussaidi, der als Vermittler zwischen den Konfliktparteien agiert, zeigte sich nach einem Treffen mit US-Vizepräsident JD Vance äußerst zuversichtlich. »Der Frieden ist zum Greifen nah«, verkündete er auf der Plattform X und kündigte weitere, entscheidende Fortschritte in den kommenden Tagen an. In einem Interview mit CBS News betonte der omanische Diplomat, Iran habe zugesichert, niemals über nukleares Material zur Herstellung einer Atombombe verfügen zu wollen.

Laut al-Bussaidi würde sich Iran in einem möglichen Abkommen verpflichten, »null« atombombenfähiges Nuklearmaterial anzuhäufen. »Null Lagerung und vollständige Überprüfung«, präzisierte er. Zudem würde Teheran der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vollen Zugang zu seinen Atomanlagen gewähren. Der omanische Außenminister äußerte die Hoffnung, dass auch US-Inspektoren irgendwann Zugang erhalten könnten.

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Trumps klare Forderungen und Enttäuschung

US-Präsident Donald Trump zeigte sich hingegen bei einem Besuch in Texas wenig beeindruckt von den bisherigen Verhandlungsergebnissen. Er forderte kategorisch, dass in Iran keinerlei Urananreicherung stattfinden dürfe – auch nicht zur zivilen Nutzung. »Ich sage: keine Anreicherung«, betonte Trump nachdrücklich.

Mit dem Verlauf der Atomgespräche zeigte sich der US-Präsident »nicht glücklich« und kritisierte, Iran wolle die entscheidenden Worte nicht sagen: »Wir werden keine Atomwaffen haben«. Nachdem die jüngste Verhandlungsrunde in Genf ohne Einigung zu Ende gegangen war, hatte sich Trump deutlich enttäuscht gezeigt. Zwar sei er weiterhin offen für eine Vereinbarung, schließe militärische Gewalt aber nicht aus.

Hintergrund und aktuelle Entwicklungen

Bei den Verhandlungen geht es primär um das iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass Teheran Atomwaffen entwickelt, während die iranische Regierung entsprechende Absichten bestreitet, sich jedoch bereit zeigt, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Iran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.

Trump hatte der Führung in Teheran in den vergangenen Wochen mehrfach mit einem US-Militäreinsatz gedroht und eine Frist bis Anfang März gesetzt. Um den Druck zu erhöhen, haben die USA ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und unter anderem zwei Flugzeugträger sowie mehr als ein Dutzend weitere Kriegsschiffe verlegt.

Zur Frage eines möglichen US-Angriffs sagte Präsident Trump am Freitag in Washington: »Wir haben noch keine abschließende Entscheidung getroffen.« Nach vorherigen Angaben erwägen die USA einen begrenzten Einsatz, sollten die Verhandlungen scheitern.

Der omanische Vermittler al-Bussaidi ist optimistisch, dass innerhalb von 90 Tagen zentrale Themen wie Lagerbestände, Verifizierung, Kontrollen und Zugang zu Standorten vollständig angegangen werden können. Ob sich diese Hoffnung angesichts der unterschiedlichen Positionen erfüllt, bleibt abzuwarten.

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