USA und Israel im Krieg gegen Iran: Neue Begründungen werfen Fragen auf
USA und Israel im Krieg gegen Iran: Fragen zu Begründungen

Krieg gegen Iran: USA und Israel im Fokus neuer Fragen

Der Krieg gegen den Iran ist in vollem Gange und hat bereits verheerende Auswirkungen in vielen Teilen des Nahen Ostens. Nach Angaben des Roten Halbmonds sind bei den Angriffen, die in mehr als 150 iranischen Städten stattfanden, fast 800 Menschen ums Leben gekommen. Neue Äußerungen von US-Regierungsmitgliedern werfen nun kritische Fragen zur Begründung dieser militärischen Operationen auf.

US-Begründungen unter der Lupe

Die jüngsten Aussagen aus Washington haben eine Debatte darüber entfacht, ob sich die USA von Israel in diesen Konflikt hineinziehen ließen. US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag erklärt, dass die iranische Raketenbedrohung beseitigt, die Marine zerstört und die Entwicklung von Atomwaffen verhindert werden müsse. Verteidigungsminister Pete Hegseth bekräftigte diese Position am Montag.

US-Außenminister Marco Rubio führte aus, dass die USA von einem bevorstehenden iranischen Angriff ausgingen und wussten, dass Israel eingreifen würde. Dies hätte unweigerlich zu Angriffen auf amerikanische Streitkräfte geführt. Bundeskanzler Friedrich Merz nutzte als erster europäischer Regierungschef die Gelegenheit, mit Trump persönlich über diese Entwicklungen zu sprechen, wobei in Deutschland die Erwartung besteht, dass er nach den Motiven und Zielen der USA fragt.

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Israelische Angriffe treffen Teheran hart

Israel hat bei seinen jüngsten Angriffen den iranischen Machtapparat gezielt ins Visier genommen. Bei einem Angriff am Samstag wurde Irans Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Chamenei getötet, was die Suche nach einem Nachfolger erschwert. In der Nacht attackierten israelische Kampfflugzeuge das Präsidentenbüro in Teheran sowie Orte, an denen der Sicherheitsrat tagt, und ein Gebäude des Expertenrats, der für die Nachfolge Chameneis zuständig ist.

Bewohner der 15-Millionen-Metropole Teheran berichteten von einer schlaflosen Nacht mit heftigen Explosionen, zitternden Fenstern und dem Geräusch von Kampfjets am Himmel. Ein 34-jähriger Journalist namens Mohammed beschrieb dies als die bislang schwersten Bombardierungen und äußerte die Befürchtung, dass noch schwierigere Nächte bevorstehen könnten.

Menschenrechtliche Bedenken und Gegenangriffe

Das UN-Menschenrechtsbüro ging auf Berichte über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten ein und forderte eine umfassende Untersuchung, da es sich möglicherweise um ein Kriegsverbrechen handelt. Israelische Vertreter erklärten, ihnen seien keine Angriffe zu diesem Zeitpunkt in der Region bekannt, und kündigten eine Überprüfung an.

Der Iran reagierte mit eigenen Raketenangriffen auf Israel, bei denen mehrere Menschen im Zentrum des Landes verletzt wurden. In Tel Aviv und Umgebung gab es Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen, was zu Luftalarm und der Nutzung von Schutzräumen führte. Zudem setzte der Iran seine Angriffe auf die Golfregion fort, wobei die katarische Regierung von überschrittenen „roten Linien“ sprach, da nicht nur militärische Ziele, sondern auch lebenswichtige Infrastruktur ins Visier genommen wurde.

Internationale Reaktionen und atomare Bedenken

Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) bestätigte neue Schäden an Eingangsgebäuden der unterirdischen Urananreicherungsanlage in Natans, geht aber nicht von einer Freisetzung von Radioaktivität aus. Israel und die USA hatten bereits im vergangenen Sommer Einrichtungen des iranischen Atomprogramms bombardiert.

In der Region bleiben die Spannungen hoch: Die US-Botschaften in Saudi-Arabien und Kuwait sind vorerst geschlossen, nachdem es in Riad einen Drohnenangriff gab. Die Vereinigten Arabischen Emirate betonten trotz der Schwere der Ereignisse, dass sie keine Ausweitung der Konfrontation anstreben.

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