Krieg in Nahost eskaliert: USA und Israel starten Angriffe auf Iran
Die Lage im Nahen Osten hat sich dramatisch zugespitzt. Israel und die Vereinigten Staaten haben mit breit angelegten Angriffen einen neuen Krieg gegen den Iran begonnen. Die Islamische Republik antwortete umgehend mit Gegenangriffen auf israelisches Territorium und US-Militärstützpunkte in mehreren Golfstaaten. Diese militärische Eskalation folgt auf gescheiterte Verhandlungen über das umstrittene Atomprogramm des Iran.
Angriffe lösen Panik in Teheran aus
Explosionen versetzten die Menschen in der iranischen Hauptstadt Teheran in Panik. Augenzeugen berichteten von langen Schlangen an Tankstellen und Massen, die versuchten, die Metropole zu verlassen. Viele Geschäfte blieben geschlossen, und im Norden der Stadt herrschte eine gespenstische Stille. Das Internet war massiv eingeschränkt, sodass nur wenige Nachrichten aus dem Iran nach außen drangen.
Neben Teheran wurden auch Angriffe auf andere Orte im Land gemeldet. Im Süden des Irans gab es nach lokalen Behördenangaben bei einem Angriff auf eine Mädchenschule Todesopfer. Dutzende Schülerinnen sollen ums Leben gekommen und viele verletzt worden sein. Rund 170 Schülerinnen hielten sich zum Zeitpunkt des Raketenangriffs in der Schule auf.
Trump fordert Machtwechsel im Iran
US-Präsident Donald Trump bestätigte in einer Videobotschaft die Angriffe des US-Militärs. Diese zielten darauf ab, die militärische Schlagkraft des Landes zu vernichten und den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern. Trump rief die iranische Bevölkerung auf, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen: „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung.“
Der US-Präsident beschuldigte die iranische Führung, sich gegen einen Deal über das Atomprogramm gesperrt zu haben. „Sie wollten einfach nur Böses tun“, sagte Trump und warnte die Bevölkerung, Schutz zu suchen, da „Bomben überall fallen“ würden.
Israel begründet Präventivschlag mit atomarer Bedrohung
Israel hatte am Morgen den Beginn eines „Präventivschlags“ verkündet. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begründete die Angriffe mit der atomaren Bedrohung durch den Iran, die nicht nur sein Land, sondern die gesamte Menschheit betreffe. „Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet“, sagte Netanjahu in einer Videobotschaft.
Ein israelischer Militärvertreter führte aus, die iranische Führung habe zuletzt massiv die Produktion ballistischer Raketen beschleunigt und zugleich verdeckt an ihrem Atomprogramm gearbeitet. Gleichzeitig finanziere sie Stellvertreter wie die Hisbollah mit Hunderten Millionen Dollar, um Israel zu bedrohen. Ein weiteres Abwarten sei keine Option gewesen, da die Bedrohung sonst sowohl quantitativ als auch qualitativ gewachsen wäre.
Iran reagiert mit Raketenangriffen
Der Iran feuerte als Reaktion Raketen Richtung Israel, wo Menschen in Schutzräumen ausharrten und es immer wieder Raketenalarm gab. In vielen Teilen Israels und des Westjordanlands heulten Sirenen, darunter in Tel Aviv, Jerusalem und der Negev-Wüste. Medien berichteten über vereinzelte Einschläge und Schäden an Gebäuden.
Der Iran griff auch US-Militärstützpunkte in Golfstaaten an, die mit den Vereinigten Staaten verbündet sind. In Abu Dhabi, den Vereinigten Arabischen Emiraten, wurde ein Mensch durch Trümmerteile einer Rakete getötet. Die Emirate sprachen von einer „gefährlichen Eskalation“ und einem „feigen Akt“.
Diplomatische Reaktionen und internationale Besorgnis
Der Iran forderte die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft auf, die Attacken zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. In einer Mitteilung des Außenministeriums hieß es, die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt. Gleichzeitig bekräftigte Teheran seinen Verhandlungswillen.
Die Bundesregierung beriet über die neue Eskalation in Nahost. Im Auswärtigen Amt wurde der Krisenstab einberufen. Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte, man sei am Morgen vorab über die Angriffe Israels auf den Iran informiert worden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Entwicklung als „äußerst besorgniserregend“ und rief alle Parteien zu größtmöglicher Zurückhaltung auf.
Hintergrund: Gescheiterte Verhandlungen
Die Angriffe folgen auf indirekte Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über das Atomprogramm, die am Donnerstag stattgefunden hatten. Trump hatte Teheran ein Ultimatum bis Anfang März für eine Einigung gestellt und mit militärischen Maßnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden. Die Angriffe begannen nun noch im Februar.
Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über das Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran angriff. Die USA schlossen sich damals den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen auf Israel.
Die aktuelle Eskalation markiert einen neuen Tiefpunkt in den bereits angespannten Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung mit großer Sorge, während die Menschen in der Region unmittelbar unter den Folgen des Konflikts leiden.



