USA warnen vor Reisen nach Zypern nach Drohnenangriff auf britischen Militärstützpunkt
Nach einem Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf der Mittelmeerinsel Zypern hat die US-Regierung ihre Staatsbürger aufgefordert, geplante Reisen in das beliebte Urlaubsland zu überdenken. Das US-Außenministerium begründete diesen Schritt mit bestehenden Sicherheitsrisiken und erlaubte zudem nicht dringend benötigten Regierungsmitarbeitern sowie deren Familienangehörigen die Ausreise aus dem EU-Inselstaat.
Reisehinweis auf Stufe drei von vier
Der aktuelle US-Reisehinweis für Zypern entspricht damit der Stufe drei von vier, wobei die höchste Stufe eine vollständige Reisewarnung darstellen würde. Als unmittelbare Folge der angespannten Sicherheitslage haben zahlreiche Fluggesellschaften ihre Verbindungen nach Zypern bereits eingestellt, was zu erheblichen Flugausfällen und Reisebeeinträchtigungen führt.
Angriff auf Stützpunkt Akrotiri nahe Limassol
Auslöser der erhöhten Alarmbereitschaft war ein Angriff in der Nacht zum Montag, bei dem der britische Stützpunkt Akrotiri in der Nähe der Hafenstadt Limassol Ziel einer Drohne wurde. Nach offiziellen Regierungsangaben konnten anschließend zwei weitere Drohnen abgefangen werden. Zyprische Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass die Drohnen möglicherweise aus dem Libanon gestartet worden sein könnten.
Verstärkte militärische Präsenz der NATO und EU
Parallel zu den Reisewarnungen und Flugausfällen verstärken NATO- und EU-Staaten ihre militärische Präsenz in der Region deutlich. Der britische Premierminister Keir Starmer kündigte an, dass Großbritannien Hubschrauber zur Drohnenabwehr sowie ein Kriegsschiff in das östliche Mittelmeer entsenden werde.
Nach Informationen der staatlichen Nachrichtenagentur Cyprus News Agency (KYPE/CNA) plant Frankreich die Entsendung von Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systemen sowie einer Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum. Griechenland hat bereits vier F-16-Kampfflugzeuge nach Zypern verlegt, zwei weitere Fregatten sollen in Kürze folgen.
Die Situation bleibt angespannt, während die internationale Gemeinschaft auf die weitere Entwicklung in der Region reagiert. Urlauber und Reisende werden dringend gebeten, die aktuellen Sicherheitshinweise zu beachten und ihre Reisepläne entsprechend anzupassen.



