Wirbel um WM-Schiri: Rechtsextreme Geste oder harmloses Okay-Zeichen?
Wirbel um WM-Schiri: Rechtsextreme Geste oder Okay?

Wirbel um WM-Schiri: Rechtsextreme Geste oder harmloses Okay-Zeichen?

Ein Video-Schiedsrichter sorgt für Aufregung: Shaun Evans (38) aus Australien zeigte vor dem WM-Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Curaçao eine Geste, die als rechtsextremes Symbol interpretiert werden könnte. Die Fifa hat Ermittlungen eingeleitet.

Die Geste im Detail

Während der TV-Übertragung des Spiels, das Deutschland mit 7:1 gewann, wurden die Video-Schiedsrichter im Video-Raum gezeigt. Evans formte mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen drei Finger aus. Diese Geste wird von rechtsextremen Gruppen als „White Power“-Symbol verwendet, wobei die drei Finger für „W“ (White) und der Kreis mit dem Handgelenk für „P“ (Power) stehen.

Kritik und Reaktionen

Das Antidiskriminierungsnetzwerk Fare (Football Against Racism in Europe) kritisierte den Vorfall scharf und forderte Konsequenzen. Ein weltweites Fernsehpublikum solle nicht mit Neonazi-Symbolen konfrontiert werden, so Fare. Der Offizielle solle bei dieser WM keine weitere Rolle mehr spielen.

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Laut „The Athletic“ hat die Fifa den Vorfall zur Kenntnis genommen und Ermittlungen gegen Evans eingeleitet. Eine offizielle Stellungnahme des Weltverbands steht noch aus. Auch Evans selbst hat sich bisher nicht geäußert.

Alternative Deutungen

Die Geste kann jedoch auch harmlos interpretiert werden. In vielen Ländern wird sie als „Okay“-Zeichen verwendet, ebenso beim Tauchen. Bei jüngeren Menschen ist ein Spiel bekannt, bei dem das Zeichen gemacht wird und wer in den Kreis schaut, einen Klaps bekommt.

Evans ist bereits zum zweiten Mal bei einer WM als Video-Schiri im Einsatz. 2022 in Katar war er ebenfalls dabei. In Australien wurde er 2018/19 zum Schiedsrichter des Jahres gewählt.

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