Das Drama um den gestrandeten Buckelwal Timmy hat ein politisches Nachspiel. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erhebt schwere Vorwürfe gegen die private Rettungsinitiative, die sich wochenlang für die Rettung des Wals eingesetzt hatte. In einem exklusiven Gespräch mit BILD zieht der Minister Bilanz und spricht von gebrochenen Abmachungen.
Drei Abmachungen, keine eingehalten
Laut Backhaus hatten sein Ministerium und die Retter drei klare Absprachen getroffen. „Keine dieser Abmachungen wurde eingehalten“, so der Minister. Er betont, dass die Zusammenarbeit schwierig gewesen sei und die Rettungsaktion dadurch behindert wurde. Details zu den Vereinbarungen nennt er nicht, verweist aber auf die entstandenen Konflikte.
Hoffnung trotz Kritik
Trotz der harschen Kritik zeigt sich Backhaus optimistisch. „Ich habe dennoch Hoffnung, dass wir aus diesem Fall lernen können“, sagte er. Die Rettung von gestrandeten Meeressäugern sei komplex und erfordere eine enge Abstimmung aller Beteiligten. Der Minister kündigt an, die Zusammenarbeit mit privaten Initiativen künftig besser zu strukturieren.
Der Buckelwal Timmy war vor Wochen an der Ostseeküste gestrandet und hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Zahlreiche Helfer versuchten, das Tier zu retten. Der Ausgang des Dramas ist noch ungewiss.



