Wahl-Debakel für Labour: Farages Reform UK auf dem Vormarsch
London – Ein politisches Erdbeben erschüttert das Vereinigte Königreich. Die ersten Auszählungen der Regional- und Kommunalwahlen offenbaren eine katastrophale Niederlage für Premierminister Keir Starmer (63) und seine Labour-Partei. Britische Medien sprechen bereits von einem „Blutbad“. Im Gegenzug feiert der Brexit-Hardliner Nigel Farage (62) mit seiner Partei „Reform UK“ einen Triumph. Hunderte Sitze in Gemeinderäten gingen an Farages Truppe, darunter auch in traditionellen Arbeiterhochburgen, die jahrzehntelang fest in Labour-Hand waren.
Die Stimmung in der Labour-Partei ist äußerst angespannt. Hinter den Kulissen wird bereits über einen möglichen Rücktritt des Premiers spekuliert. Farage hingegen zeigt sich siegessicher und bezeichnete die Ergebnisse als „einen historischen Wandel in der britischen Politik“. Von Starmer gibt es bislang keine Stellungnahme zu der herben Niederlage.
Ergebnisse im Detail: Labour verliert massiv an Boden
Nach Abschluss der Auszählungen in mehr als einem Viertel der englischen Kommunalverwaltungen verzeichnete Reform UK einen Nettozuwachs von 270 neuen Sitzen. Die Bilanz von Labour hingegen ging um 202 Sitze zurück. Die Regierungspartei verlor fast die Hälfte der Sitze, die sie zu verteidigen hatte. Und es könnte noch schlimmer kommen: Im Laufe des Freitags werden die restlichen Resultate erwartet, auch aus Labour-Hochburgen wie London.
Die Wahl zeigt einen tiefgreifenden Wandel in der britischen Parteienlandschaft. Die einst dominierenden Volksparteien Labour und die konservativen Tories verlieren zunehmend an Einfluss. Neue Parteien an den politischen Rändern gewinnen an Zulauf, darunter die migrationskritische Reform UK und die linksextreme Green Party. Die politische Landschaft wird fragmentierter.
Droht Starmer der Sturz? Druck aus den eigenen Reihen
Die Nervosität in Starmers Partei wächst. Für viele Kritiker sind diese Wahlen nichts weniger als ein Referendum über den Premierminister. Die Wirtschaft lahmt, und die sogenannte Mandelson-Affäre belastet das Ansehen der Regierung. Dabei geht es um Starmers Entscheidung, Peter Mandelson (72), einen in einen Skandal verwickelten Freund des US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, zum britischen Botschafter in Washington zu ernennen.
Besonders brisant: Selbst aus den eigenen Reihen kommen erste Rücktrittsforderungen. Der Labour-Abgeordnete Jonathan Brash äußerte sich deutlich: „Ich denke nicht, dass Keir Starmer diese Ergebnisse überleben dürfte.“ Ein offener Machtkampf zeichnet sich ab. Namen für mögliche Nachfolger kursieren bereits: Gesundheitsminister Wes Streeting (43), Ex-Vizepremierministerin Angela Rayner (46) oder Manchester-Bürgermeister Andy Burnham (56).
Parteiaufstand oder letzter Rettungsversuch?
Es gibt jedoch auch warnende Stimmen. Vizepremier David Lammy (53) rief zur Besonnenheit auf: „Man wechselt den Piloten nicht während des Fluges.“ Ob dies ausreicht, um Starmer zu retten, bleibt fraglich. Selbst wenn er die Krise übersteht, zweifeln viele Beobachter daran, dass er Labour noch in die nächste große Wahl im Jahr 2029 führen wird.
Die Ereignisse überschlagen sich, und die politische Zukunft des Premierministers steht auf dem Spiel. Die nächsten Stunden und Tage werden zeigen, ob Starmer das Ruder noch herumreißen kann oder ob sein Sturz unvermeidlich ist.



