Hanfplantage in Sumte: Letzte Hürde für Cannabis-Anbau in ehemaligem Bürodorf genommen
Cannabisanbau in Sumte: Letzte Hürde genommen

Hanfplantage in Sumte: Letzte Hürde für Cannabis-Anbau in ehemaligem Bürodorf genommen

In der Gemeinde Amt Neuhaus ist der Weg für eine groß angelegte Hanfplantage im Ortsteil Sumte endgültig frei. Die letzte Hürde wurde mit einem städtebaulichen Vertrag zwischen der Gemeinde und der Aurora Immobilien Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft überwunden. Damit erhält das ehemalige Bürodorf, das lange durch Leerstand geprägt war, eine neue wirtschaftliche Perspektive.

Vom Aktenlager zur Hanfplantage: Die bewegte Geschichte des Bürodorfs

Das riesige Areal in Sumte wurde ursprünglich für Verwaltungszwecke und als Aktenlager errichtet. Als sogenanntes Bürodorf war es einst ein bedeutender Arbeitgeber in der strukturschwachen Region. Nach dessen Wegfall lastete die Frage nach einer Nachnutzung schwer auf der Gemeinde. Zwei Mal diente der Komplex als Notunterkunft – während der Flüchtlingskrise 2015 und im Zuge des Ukraine-Kriegs 2022. Diese Nutzung endete jedoch im Frühjahr 2025, wodurch der Weg für die Hanfplantage frei wurde.

Städtebaulicher Vertrag sichert den Anbau

In einer jüngsten Ratssitzung wurde der städtebauliche Vertrag beschlossen, der beide Seiten absichert und klare Rahmenbedingungen für den Cannabisanbau definiert. Die Aurora Immobilien Verwaltungs- und Betriebsgesellschaft plant die Errichtung einer Produktionsstätte für Nutzhanf und verwandte Qualitäts- und Kulturpflanzen. Der Markt dafür gilt als lukrativ, und die Gesellschaft hat sich bereits intensiv mit den Möglichkeiten in Sumte auseinandergesetzt.

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Gemischte Reaktionen und offene Fragen

Nicht alle Bewohner begrüßen die Hanfplantage vor ihrer Haustür mit Begeisterung. Thorsten Knebusch von der Gruppe „Die Unabhängigen“ äußerte Bedenken und hofft, dass die Versprechen der Anbauer bezüglich Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen auch tatsächlich erfüllt werden. Ihm ist der Plan der Gesellschaft noch nicht vollständig schlüssig. Zunächst soll der Anbau ruhig beginnen, möglicherweise mit Räumen für Cannabis-Clubs. Langfristig strebt die Gesellschaft an, den Schwarzmarkt im Cannabis-Bereich durch legale Produktion in Sumte zu verdrängen und damit wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen.

Neue Perspektiven für die Region

Die Hanfplantage könnte der Region neue wirtschaftliche Impulse geben. Nach Jahren des Leerstands und der Unsicherheit über die Zukunft des Bürodorfs bietet der Cannabisanbau eine konkrete Perspektive. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Projekt entwickelt und welche Auswirkungen es auf Steuereinnahmen, Arbeitsplätze und das Image der Gemeinde haben wird. Die Entscheidung für den Hanfanbau markiert einen bedeutenden Wendepunkt in der Geschichte des Areals.

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