Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die am 6. September stattfindet, beginnen die politischen Planspiele. CDU und SPD überlegen derzeit, wie sie reagieren sollen, falls die AfD die Wahl mit deutlichem Abstand gewinnt. Laut einer aktuellen Umfrage würden 41 Prozent der Wähler die Partei wählen. Selbst wenn CDU und SPD eine Koalition bilden, würde es für eine Mehrheit nicht reichen.
Interne Überlegungen bei der CDU
In der CDU wird hinter vorgehaltener Hand diskutiert, ob der historische Beschluss, der eine Zusammenarbeit mit der AfD ausschließt, aufgeweicht werden könnte. Dieser Beschluss, der nach der Wiedervereinigung gefasst wurde, galt lange als unverrückbar. Doch die zunehmende Stärke der AfD in Ostdeutschland zwingt die CDU zu einem Umdenken.
Planspiele für eine mögliche Koalition
Die CDU-Führung in Sachsen-Anhalt erwägt verschiedene Szenarien. Einige Mitglieder plädieren für eine Minderheitsregierung mit Tolerierung durch die AfD, andere für eine Koalition mit der SPD und möglicherweise den Freien Wählern. Die SPD hingegen zeigt sich bisher zurückhaltend und lehnt eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ab.
Mit BILDplus erfahren Sie, welche konkreten Planspiele bei CDU und SPD laufen und worüber in der CDU intern getuschelt wird. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die CDU ihren historischen Beschluss bricht und neue Wege in der politischen Landschaft Ostdeutschlands geht.



