CSU-Politikerin aus Bayern wird Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz
CSU-Politikerin aus Bayern wird Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz

München/Mainz – Mit diesem Wechsel hat in Mainz wohl kaum jemand gerechnet: Die bayerische CSU-Politikerin Ute Eiling-Hütig wird neue Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz. Der designierte Ministerpräsident Gordon Schnieder (50, CDU) gewinnt damit überraschend eine Bildungsexpertin aus dem Freistaat für seine Landesregierung.

Überraschende Personalie aus Bayern

„Wir holen bewusst bildungspolitische Erfahrung aus einem der erfolgreichsten Bildungssysteme Deutschlands nach Rheinland-Pfalz“, sagte Schnieder bei der Vorstellung der 58‑Jährigen. Eiling-Hütig selbst sprach von einer „Ehre“. Ihre wichtigste Aufgabe sei klar: „Wir müssen eine Situation schaffen, in der Kinder und Jugendliche mit einem guten Abschluss ins Leben starten können.“

Die promovierte Althistorikerin sitzt seit 2013 für die CSU im bayerischen Landtag. Aktuell ist sie Vorsitzende des Bildungsausschusses im Landtag sowie Landesvorsitzende des Arbeitskreises Schule, Bildung und Sport der CSU.

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Eiling-Hütig gilt als Bildungsexpertin

Die in Nordrhein-Westfalen geborene Politikerin lebt heute im Landkreis Starnberg und engagiert sich auch außerhalb des Parlaments stark im Bildungsbereich, unter anderem als Präsidentin des Volkshochschulverbandes und des Bibliotheksverbandes in Bayern.

In der CSU sorgte der Wechsel dennoch für Überraschung. Für ein Ministeramt in Bayern spielte ihr Name kaum eine Rolle, auch weil das Kultusministerium seit 2018 von den Freien Wählern geführt wird.

Söder zeigt sich stolz

CSU-Chef Markus Söder (59) gratulierte stolz auf X: „Freue mich sehr für sie. Rheinland-Pfalz bekommt eine sehr kompetente Bildungspolitikerin an der Spitze des Ministeriums.“ Bayerns Ministerpräsident wertet die Personalie als Beleg dafür, dass „gute bayerische Bildungspolitik deutschlandweit beachtet wird“.

Es ist nicht das erste Mal, dass Politiker aus Bayern außerhalb des Freistaats Karriere machen: Die frühere Grünen-Landesvorsitzende Theresa Schopper (65) wechselte einst nach Baden-Württemberg und wurde dort Kultusministerin. In der neuen grün-schwarzen Landesregierung übernimmt sie das Wohnungsbauministerium.

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