Uckermark-Eltern bangen um Sohn in Dubai: Trümmerteile vom Himmel im Krisengebiet
Dubai-Auswanderer berichtet von Trümmerteilen vom Himmel

Eltern in der Uckermark sorgen sich um Sohn in Dubai: Trümmerteile fallen vom Himmel

Seit dem Wochenende herrscht im Nahen Osten ein Ausnahmezustand, der auch die Menschen in der Uckermark beschäftigt. Nicht nur Reisende mit gebuchten Flügen oder Urlauben in der Region sind betroffen, sondern insbesondere Familien, deren Angehörige im Krisengebiet leben. In Polßen bei Gramzow verfolgen Alexandra Grasso und Roberto de Fazio angespannt alle Nachrichten, denn ihr Sohn Leonardo lebt seit fünf Jahren in Dubai.

Alltag zwischen Raketen und Normalität

Der 33-jährige Leonardo de Fazio hat sich in Dubai ein Business im Bereich Cybersicherheit aufgebaut, spezialisiert auf Kryptowährungen, und betreibt nebenher ein Brazilian Jiu-Jitsu-Gym. Bekanntheit erlangte er kürzlich durch einen zweiten Weltmeistertitel in Abu Dhabi. Seine Eltern äußerten am 2. März gegenüber der Redaktion ihre Sorgen: „Aber an diesen Zustand sind wir leider schon gewöhnt, da wir auch einen Sohn haben, der in Russland studiert. Mittlerweile wird es langsam problematisch, in bestimmte Länder zu reisen oder dort zu leben. Aber das hält uns nicht davon ab, die ganze Welt erleben zu wollen.“

Leonardo de Fazio bestätigte auf Nachfrage, dass die Lage in Dubai aktuell ruhig sei: „Es gab keine direkten Angriffe auf Dubai selbst - entgegen der Darstellung vieler europäischer Medien, die die Situation stark übertreiben. Leider befinden wir uns auf der Route nach Abu Dhabi, wo sich ein großer US-Militärstützpunkt befindet.“ Daher würden Raketen und Drohnen, die über Dubai fliegen, von der Luftverteidigung abgefangen: „In einigen Fällen sind Trümmerteile herabgestürzt und haben Schäden verursacht. Bislang erleben wir aber nur diese geringfügigen Kollateralschäden und einige Brände. Der Alltag verläuft normal.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sicherheitsgefühl trotz Gefahren

Mit seiner Frau fühlt sich der Auswanderer trotz der gelegentlichen Geräusche abgefangener Raketen und Drohnen noch sehr sicher. „Wir fühlen uns derzeit wirklich viel sicherer, wenn wir in Dubai bleiben (ich selbst bin weit von der Raketenroute entfernt), als wenn wir verreisen oder beispielsweise nach Deutschland fliegen würden. Denn das Leben geht weiter seinen gewohnten Gang. Wir essen sogar auf der Terrasse zu Abend“, versicherte Leonardo de Fazio. Abschließend bekräftigte er: „Sicher sind wir etwas gestresst, aber nicht mehr.“ Die Globetrotter-Familie zeigt damit, wie sie mit den Herausforderungen des Lebens in einer Krisenregion umgeht, während die Eltern in der Uckermark weiterhin besorgt bleiben.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration