Eisheilige bringen Kältewelle: Schnee im Mai möglich
Eisheilige: Schnee im Mai möglich

Es wird bibberkalt: Die Eisheiligen bescheren Deutschland eine neue Kältewelle. Das Wetter macht eine komplette Rolle rückwärts – Schluss mit Sonnenschein. Die Temperaturen sacken durch, und sogar Schnee kann wieder fallen.

Bauernregel bestätigt sich

Was sich da zusammenbraut, macht den Eisheiligen alle Ehre. Denn eine Bauernregel besagt: „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Die Eisheiligen sind voll da: Sie beginnen an diesem Montag, die „kalte Sophie“ bildet am 15. Mai den Abschluss. Das bekommen wir deutlich zu spüren.

So kalt wird das Wetter jetzt

„Meist stark bewölkt bis bedeckt“ wird der Montag, so die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Vom Südwesten und Westen über die Mitte Deutschlands bis in den Nordosten gibt es teils kräftigen Regen. Im Schwarzwald sollen in der Nacht zu Dienstag bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter fallen. Die frühsommerlichen Temperaturen sind vorbei: Im Süden und Osten gibt es laut DWD nur noch Höchstwerte zwischen 15 Grad und – mit viel Glück – örtlich 20 Grad. Sonst bleibt es tagsüber meist kühl bei 9 bis 14 Grad. Im Süden gesellt sich auffrischender Westwind „mit steifen bis stürmischen Böen“ hinzu.

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Wetterexperte Dr. Karsten Brandt erklärt: „Durch den Regen und den Wind fühlt sich das Ganze noch kühler an.“ Schuld sei Tief Doreen. Und das bestimmt auch die kommenden Tage. „Wenn wir Glück haben, schlagen die Eisheiligen in der Kältewelle nicht mit Frost zu. In den Nächten zu Dienstag und Mittwoch kann es aber in den Mittelgebirgen bis auf 0 Grad runtergehen. Im Flachland bleibt es wohl bei 5 Grad, immerhin frostfrei“, so Brandt.

Polarluft kann Schnee bringen

Diplom-Meteorologe Dominik Jung sagt: „In den Mittelgebirgen wie beispielsweise im Taunus, am Vogelsberg und auch im Sauerland können sich unter den Regen Schneeflocken mischen. Eisheilige hin oder her: So eine Polarluft-Attacke ist schon eher ungewöhnlich für Mitte Mai.“ Schnee im Mai ist ebenfalls ungewöhnlich. Doch die Temperaturen stürzen im Vergleich zum Wochenende stellenweise um 15 bis zu 18 Grad ab, und das innerhalb von nicht einmal 48 Stunden. Laut DWD fällt die Schneefallgrenze in den Mittelgebirgen auf bis zu 500 Meter, an den Alpen auf bis zu 800 Meter.

Jungs Tipp: Hobbygärtner sollten frostempfindliche Pflanzen besser noch nicht ins Freie stellen.

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