Elbfähren: 31 Maßnahmen für verlässlichere Verbindungen
Elbfähren: 31 Maßnahmen für verlässlichere Verbindungen

Die Fährverbindungen über die Elbe bei Bleckede und Darchau sind für die Anwohner von entscheidender Bedeutung, da sie zwischen Lauenburg und Dömitz die einzigen Querungsmöglichkeiten darstellen. In der Vergangenheit kam es jedoch immer wieder zu Ausfällen und Tonnagebeschränkungen, insbesondere aufgrund von Niedrigwasser. Um diese Situation zu verbessern, haben die Landesregierung, die Landkreise Lüneburg und Lüchow-Dannenberg sowie die Fährbetreiber ein umfassendes Handlungsprogramm mit 31 Maßnahmen erarbeitet.

Hintergrund der Fährprobleme

Die Fähren in Bleckede/Neu Bleckede und Darchau/Neu Darchau sind die einzigen Verbindungen über die Elbe in diesem Abschnitt. Bei Hochwasser, Eisgang oder Niedrigwasser fallen sie jedoch häufig aus. Besonders betroffen sind Pendler, Schüler und Menschen, die Behördengänge erledigen müssen. Andreas Gehrke, Bürgermeister der Gemeinde Amt Neuhaus, betont: „Die Lage unserer Gemeinden an der Elbe ist eine große Chance für Lebensqualität und Tourismus – aber im Alltag der Menschen auch eine große Herausforderung. Das bekommen wir regelmäßig zu spüren.“

Geplante Maßnahmen im Detail

Das Handlungsprogramm umfasst sechs Handlungsfelder mit insgesamt 31 Maßnahmen. Dazu gehören unter anderem:

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  • Einsatz von zusätzlichem Springer-Personal zur Sicherung des Betriebs
  • Nutzung von Flächenpeilungsdaten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Elbe zur frühzeitigen Erkennung von Sedimentablagerungen
  • Vereinfachte Genehmigungen für Ausbaggerungen
  • Verbesserung von Informations- und Meldeketten für Ersatzverkehre
  • Touristische Bewerbung der Fährangebote

Ziel ist ein kurzfristig stabilerer und planbarer Fährverkehr auf beiden Linien.

Neue Fähren und Brückenpläne

Für die Linie Bleckede – Neu Bleckede hat der Landkreis Lüneburg bereits 2024 den Bau einer modernen Fähre mit Biomethan-Antrieb beauftragt. Die Indienststellung ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Für die Querungsstelle Darchau – Neu Darchau verfolgt der Landkreis Lüchow-Dannenberg gemeinsam mit dem Fährbetrieb der Gemeinde Neu Darchau die Entwicklung einer neuen Fähre. Parallel plant der Landkreis Lüneburg eine Brücke; das Planfeststellungsverfahren läuft bereits.

Das Land Niedersachsen bevorzugt jedoch aktuell die Verbesserung des Fährbetriebs gegenüber einem Brückenneubau und will die Anschaffung einer Niedrigwasserfähre für Neu Darchau fördern. Aus Sicht des Landes kann eine neue Fähre schneller verfügbar gemacht werden als eine Brücke. Sollte es später zu einem Brückenneubau kommen, wäre die neue Fähre als Übergangslösung vorgesehen.

Ausblick

Die 31 Maßnahmen sollen die Zuverlässigkeit der Fähren kurzfristig erhöhen. Langfristig bleibt die Brücke über die Elbe jedoch das Fernziel vieler Anwohner und Kommunalpolitiker. Die Kosten für ein solches Bauwerk werden auf fast 100 Millionen Euro geschätzt.

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