Feierstunde zum 8. Mai im Feldberger Kurpark mit Schülern
Feierstunde zum 8. Mai im Feldberger Kurpark

Jedes Jahr am 8. Mai lädt die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft zu einer Feierstunde in den Kurpark ein. Auch in diesem Jahr waren die extra aufgestellten Stühle alle besetzt. Eine siebte Klasse der Fallada-Schule war anwesend und erlebte Geschichtsunterricht der besonderen Art.

Bürgermeisterin erinnert an Kriegsende

Bürgermeisterin Constance von Buchwaldt (parteilos) erinnerte eindrücklich an die letzten Kriegstage und den sinnlosen Versuch, diesen Krieg doch noch zu gewinnen, indem alte Männer und Kinder an die Waffen geholt wurden. Der 8. Mai sei zugleich ein Tag des Nachdenkens über den Gang der deutschen Geschichte. Sie betonte die Bedeutung, aus der Vergangenheit zu lernen.

Lehren aus der Geschichte

Gemeindevertreterin Heiderose Schipner mahnte, dass alle Errungenschaften seit dem 8. Mai 1945 nicht selbstverständlich seien. Die nachfolgenden Generationen könnten kaum nachempfinden, was ihre Eltern und Großeltern durchgemacht hätten. Sie erinnerte sich an ihre eigene Schulzeit, in der es selbstverständlich war, mit der Klasse ein Konzentrationslager zu besichtigen. Sie empfahl den anwesenden Schülern, Gespräche mit Zeitzeugen zu suchen – solange dies noch möglich sei.

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In Büchern würden die Geschehnisse vor und nach 1945 aufgearbeitet. Dabei ginge es nicht um die Schuldfrage, sondern vielmehr um den Lerneffekt, dass all das Schlimme nie wieder passieren dürfe. Die Redebeiträge regten die Zuhörer zum Nachdenken an.

Musikalische Umrahmung

Zur Feierstunde am Ehrenmal im Feldberger Kurpark gehörte auch eine musikalische Umrahmung. In diesem Jahr spielte Joachim Pukies auf seinem Saxofon die Lieder „Sag mir, wo die Blumen sind“, „Bella Ciao“ und „Blowin' in the Wind“. Die Musik untermalte die feierliche Stimmung und lud zum Innehalten ein.

Blumen für die Opfer von Krieg und Vertreibung wurden niedergelegt. Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft pflegt diese Tradition jährlich am 8. Mai, um an die Befreiung vom Nationalsozialismus zu erinnern und die Bedeutung von Frieden und Demokratie zu betonen.

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