Hertha BSC leitet die Neuausrichtung mit dem Abschied von fünf Spielern ein. Besonders überraschend ist das Ende der Zeit von Abwehr-Routinier Toni Leistner nach drei Jahren in Berlin. Der Fußball-Zweitligist bestätigte am Freitag Medienberichte, wonach der ehemalige Kapitän nach dieser Saison keinen neuen Vertrag erhält.
Verabschiedung beim letzten Heimspiel
Im Rahmen des letzten Heimspiels am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den Abstiegskandidaten SpVgg Greuther Fürth wird der gebürtige Sachse gemeinsam mit vier Teamkollegen verabschiedet. Auch Tim Hoffmann, Jeremy Dudziak, John Anthony Brooks und Diego Demme verlassen den Hauptstadt-Club am Saisonende.
Leitl schließt Hrgota-Transfer aus
Vor dem Duell mit den Franken schloss Hertha-Coach Stefan Leitl eine Verpflichtung des Fürther Kapitäns Branimir Hrgota aus. „Wir haben persönlich sehr guten Kontakt. Aber das kann ich verneinen. Wir beschäftigen uns nicht mit Branimir für die neue Saison“, sagte Leitl dem TV-Sender Sky.
Der Fokus liegt bei Hertha vielmehr auf den bevorstehenden Abschieden verdienter Spieler. „Toni war zwei Jahre Kapitän, Anführer und Vorbild, auf und neben dem Platz. Wir sind Toni für seinen Einsatz und seine Leidenschaft in den vergangenen Jahren für Hertha BSC sehr dankbar“, äußerte Sportdirektor Benjamin Weber in einer Mitteilung des Clubs.
Zukunft von Leistner ungewiss
Zeitnah wolle man sich darüber austauschen, wie Leistner nach Beendigung seiner aktiven Karriere bei Hertha eingebunden werden könne. „Ich habe Toni gefragt, ob er sich vorstellen kann, Trainer zu werden. Das hat er ausgeschlossen“, berichtete Trainer Stefan Leitl. Ob der 35-Jährige noch einmal für einen anderen Club auflaufen wird, bleibt abzuwarten. Im November hatte Leistner erklärt, bei Hertha seine Karriere beenden zu wollen. „Hertha BSC wird auf jeden Fall mein letzter Club sein“, sagte Leistner damals.
Seit Sommer 2023 trägt Leistner das Trikot des Hauptstadt-Clubs und kommt auf 83 Pflichtspiele, in denen er ein Tor erzielte. Vor seiner Zeit bei den Berlinern lief Leistner unter anderem für Dynamo Dresden, Union Berlin oder den Hamburger SV auf. Noch im April hatte Leitl die Wichtigkeit seines Führungsspielers für die Mannschaft betont.



