Am Sonnabend war der Sportplatz in Breese Schauplatz eines besonderen Ereignisses: Knapp 120 Kinder und Jugendliche sowie rund 60 Erwachsene aus den Feuerwehren des Amtes Bad Wilsnack/Weisen versammelten sich zum Amtsausscheid, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Stimmung war ausgezeichnet, das Wetter spielte mit, und die Vorbereitungen waren mustergültig.
Perfekte Bedingungen für den Wettkampf
Amtswehrführer Nico Ziegler zeigte sich hocherfreut über die Gegebenheiten vor Ort. „Wir haben hier idealste Bedingungen“, lobte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Jede Ortswehr hatte ihr eigenes Zelt, in dem sich die Kameraden in den Pausen ausruhen und stärken konnten. Dahinter reihten sich zahlreiche Fahrzeuge auf – eine beeindruckende motorisierte Leistungsschau von älteren bis hin zu modernen Löschfahrzeugen.
Die Disziplinen im Detail
Gegen 9.30 Uhr begannen die Wettkämpfe. Beim „Löschangriff nass“ mussten die Teilnehmer Schläuche in Sekundenschnelle ausrollen, der Generator pumpte Löschwasser aus einem Behälter, und die Kameraden rannten nach vorn, um mit dem Wasserstrahl eine Zielscheibe zu treffen. An der Station „Stiche und Bunde“ war Präzision gefragt: Hier wurden Kameraden mit einer Rettungsleine gesichert, und das Strahlrohr musste korrekt mit einem Seil umwickelt werden. Die Kampfrichter achteten nicht nur auf die Zeit, sondern auch auf die fehlerfreie Ausführung der Knoten – bei Fehlern gab es Punktabzug.
Für die Jugendlichen stand zudem die Gruppenstafette auf dem Programm, bei der Löschwasser aus einer Kübelspritze gepumpt und zwei Konservendosen getroffen werden mussten. Die Erwachsenen absolvierten stattdessen die Grundübung trocken, bei der es unter anderem um das schnelle Zusammenkoppeln von Schläuchen ging.
Ein Tag statt zwei – mit Vorteilen
Zum zweiten Mal fand der Amtsausscheid an nur einem Tag statt, nicht mehr wie früher am Samstag und Sonntag. „Damit wollen wir einen Tag am Wochenende für die Familien freihalten“, erklärte Amtswehrführer Ziegler. Zudem fanden die Wettkämpfe der Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam statt, was die Veranstaltung harmonischer machte. „Das ist einfach schöner“, betonte er. Allerdings sei die Organisation durch die Zusammenlegung auch komplizierter geworden, räumte Marius Theis von der Feuerwehr Quitzöbel ein. Dennoch zeigte er sich sehr zufrieden mit den Leistungen seiner zwölf Jugendlichen: „Es hat sich niemand verletzt – und am Ende steht der Spaß im Vordergrund.“
Training und Vorbereitung
„Wir haben vorab kompakter trainiert“, verriet Theis. In dem kleinen Ort mit rund 310 Einwohnern gehören derzeit 40 bis 50 Aktive der Feuerwehr an, dazu kommen 17 Jugendliche. Zu ihnen zählen auch Lena-Charleen Wegener und Maria Wies. Die beiden 16-Jährigen waren mit ihren Ergebnissen zufrieden, aber nicht restlos glücklich. „Es hätte besser sein können. Ich bin einmal hingefallen“, berichtete Lena-Charleen. Beide sind durch Familie und Freunde zur Jugendwehr gekommen und absolvieren derzeit ihre Truppmann-Ausbildung.
Die Sieger des Ausscheids
Am Ende gab es spannende Entscheidungen. In der Altersklasse AK0 belegte die Gruppe aus Quitzöbel den vierten Platz. Sieger wurden die Kinder aus Grube, gefolgt von Bad Wilsnack und Rühstädt. In der AK1 (männlich) siegte die erste Gruppe aus Bad Wilsnack vor Bälow und Grube. Bei den Jungen der AK2 lag die Gruppe aus Groß Breese ganz vorn, vor Weisen und Bälow. Bei den Mädchen gewann ebenfalls Groß Breese vor der gemeinsamen Gruppe aus Legde/Quitzöbel. Bei den Männern setzte sich Quitzöbel durch, gefolgt von Bälow und Grube.



