Feuerwehrmann bricht selbst ins Eis ein, bevor er Labradorhündin aus Inselsee rettet
Feuerwehrmann bricht bei Hunderettung selbst ins Eis ein

Dramatische Rettungsaktion am Güstrower Inselsee

Ein außergewöhnlich warmer 28. Februar 2026 mit Temperaturen um 15 Grad Celsius und fast durchgehendem Sonnenschein täuschte über die Gefahren hinweg: Das Eis des Inselsees in Güstrow war noch nicht vollständig geschmolzen, aber bereits so dünn, dass es eine abenteuerlustige Labradorhündin nicht mehr tragen konnte. Am Sonnabend geriet das Tier in lebensbedrohliche Not, als es etwa 100 Meter vom Ufer entfernt ins Eis einbrach und sich nicht mehr selbst befreien konnte.

Feuerwehr alarmiert: 24 Einsatzkräfte im Einsatz

Um 13.32 Uhr erreichte der Notruf die Freiwillige Feuerwehr Güstrow. Trotz der offensichtlichen Gefahrenlage entschieden sich die Kameraden sofort für eine Eisrettung. „Zwei Einsatzkräfte in Überlebensanzügen begaben sich auf die Eisfläche und retteten das Tier“, berichtete die Feuerwehr später auf ihren Social-Media-Kanälen. Die gerettete Hündin konnte anschließend wohlbehalten ihren erleichterten Besitzern übergeben werden.

Toni Möller, Sprecher und stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Güstrow, erklärte die Situation: „Vor allem der kleinere Teil des Sees ist noch mit einer Eisfläche bedeckt. Die Hündin ist von einem angrenzenden Grundstück in den Heidbergen auf die Eisfläche gelaufen.“ Das Eis war so dünn, dass sich das Tier nur mit großer Mühe darin fortbewegen konnte und immer wieder scheiterte, sich selbst zu befreien.

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Dramatischer Moment: Retter bricht selbst ein

Die Rettungsaktion entwickelte sich zu einem besonders riskanten Manöver. Ein Feuerwehrmann bewegte sich im speziellen Überlebensanzug und mit einer Leine gesichert auf einer Steckleiter in Richtung der eingebrochenen Hündin. In etwa 15 Metern Entfernung zum Tier brach jedoch auch der Retter selbst durch das dünne Eis. Glücklicherweise war der Inselsee an dieser Stelle flach genug, sodass der Feuerwehrmann stehen und sich im Wasser laufend bis zum Hund bewegen konnte.

Dank des speziellen Schutzanzugs überstand der Einsatzkraft den kurzen Aufenthalt im eiskalten Wasser ohne gesundheitliche Folgen. Die Labradorhündin zeigte sich nach ihrer Rettung sichtlich erleichtert und überglücklich.

Spezialtraining und Ausrüstung ermöglichen Rettung

Für die Feuerwehrleute stand außer Frage, dass das Tier gerettet werden musste. „Ein Tier ist ein hohes Rechtsgut“, betonte Toni Möller. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass solche Einsätze sorgfältig vorbereitet werden: „Wir wägen selbstverständlich vorher die Verhältnismäßigkeit ab und welche technischen Hilfsmittel wir haben.“

Die Güstrower Wehr verfügt über spezielle Überlebensanzüge für Aufenthalte in sehr kaltem Wasser, die mit Befestigungsmöglichkeiten für Karabiner ausgestattet sind. Seit sich Anfang Januar eine Eissicht auf dem Inselsee gebildet hatte, trainieren die Feuerwehrleute regelmäßig Eisrettungen. Dieser Einsatz am Sonnabend war bereits die zweite Eisrettung der Güstrower Wehr in diesem Winter – nach der Rettung eines Mannes am 1. Februar im Güstrower Sumpfsee.

Bürgermeister als aktiver Feuerwehrmann beteiligt

Interessanterweise war auch Güstrows Bürgermeister Sascha Zimmermann an dem Einsatz beteiligt, wie auf seinem Instagram-Account zu erfahren war. Der Bürgermeister ist selbst aktiver Feuerwehrmann und unterstützte seine Kameraden bei der Rettungsaktion. Erst am Vorabend hatte die Freiwillige Feuerwehr Güstrow bei ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz über das Einsatzjahr 2025 gezogen und verdiente Kameraden ausgezeichnet.

Die dramatische Rettung der Labradorhündin unterstreicht die Gefahren, die von scheinbar stabilen Eisflächen bei Tauwetter ausgehen können. Gleichzeitig demonstriert sie den professionellen Einsatz und das spezielle Training der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow, die auch unter schwierigsten Bedingungen bereit ist, Mensch und Tier zu helfen.

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