Frostnacht: Winzer Herzer rettet jungen Bacchus vor Kälteschaden
Frostnacht: Winzer Herzer rettet jungen Bacchus

Ein Tag vor dem Freyburger Weinfrühling: In der Frostnacht von Mittwoch auf Donnerstag mussten die Mitarbeiter des Roßbacher Weinguts Herzer kurzerhand ihre Vorbereitungen unterbrechen und zu einer ungewöhnlichen Nachtschicht ausrücken. Statt sich auf das bevorstehende Fest am Freitag, den 1. Mai, zu konzentrieren, zündeten sie im Weinberg am Steinmeister mehrere Feuer an, um die jungen Rebstöcke vor den eisigen Temperaturen zu schützen.

Feuer gegen Frost: Rebholz und Strohballen im Einsatz

Gegen 2 Grad unter Null kämpften die Winzer mit brennendem Rebholz in Tonnen sowie Strohballen. Dicke Rauchschwaden zogen über den Hang und signalisierten den Einsatz. „Einem normalen Rebstock machen diese Temperaturen nichts aus, aber für unsere Junganlage mit 2,5 Hektar Bacchus, den wir erst im Herbst gepflanzt hatten, kann das schon gefährlich werden“, erklärte Lukas Herzer. Seine Schwester Elisabeth Herzer dokumentierte die Aktion live in den sozialen Medien und erklärte den Followern die Hintergründe dieser ungewöhnlichen Maßnahme.

Hintergrund: Frostgefahr für junge Reben

Während ältere Reben leichten Frost meist unbeschadet überstehen, sind frisch gepflanzte Stöcke wie die Bacchus-Reben besonders anfällig. Die Feuer sorgen für eine lokale Erwärmung und verhindern, dass die Triebe erfrieren. Für das Weingut Herzer war der Einsatz erfolgreich: Die jungen Reben überstanden die Nacht ohne Schäden. Nun können sich die Winzer wieder auf den Freyburger Weinfrühling konzentrieren, der am Freitag zahlreiche Besucher anlocken wird.

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