Mit einer feierlichen Kranzniederlegung am sowjetischen Ehrenmal im Stadtwald von Gadebusch wurde am 8. Mai der Opfer des Zweiten Weltkrieges und der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht. Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und legte den Grundstein für Demokratie und Frieden. Seit 2002 ist dieser Tag in Mecklenburg-Vorpommern offizieller Landesgedenktag.
Rede von Thomas Konieczny
Bei der Gedenkveranstaltung sprach Stadtvertreter und Linke-Fraktionsvorsitzender Thomas Konieczny. Er betonte: „Dieser Gedenktag mahnt uns, die Grundwerte unserer gemeinsamen Ordnung zu schützen: die Würde jedes Menschen, Rechtsstaatlichkeit, Respekt und die Einhaltung des Völkerrechts sowie die Verpflichtung gegenüber den Schwächsten.“ Konieczny warnte davor, dass Demokratie und Rechtsstaatlichkeit keine Selbstläufer seien, sondern fortwährende Anstrengung erforderten – mutiges Hinsehen, klare Haltung und konsequentes Tun gegen Unrechtsregime, Diskriminierung und Gewalt.
Krieg als Mittel der Politik
Er beobachtete, dass Krieg wieder zu einem Mittel der Politik geworden sei. Gewalt, Massaker, Angriffskriege und das Ausscheren aus universellen Normen sowie das Leid Unschuldiger mahnten, wachsam zu bleiben, Verantwortung zu übernehmen und politische Entscheidungen an fundamentalen Werten zu messen. „Möge der Tag der Befreiung uns nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch daran, wie wichtig Zivilcourage ist: Missstände offen anzusprechen und gemeinsam nach friedlichen, rechtsstaatlichen Lösungen zu suchen“, so Konieczny weiter. Er schloss mit dem Appell: „Möge Frieden und der Respekt vor der Würde aller Menschen in Deutschland und weltweit unsere Leitlinien bleiben. Heute und in Zukunft müssen wir den Mut finden, Demokratie, Recht und Völkerrecht zu verteidigen, Unrecht klar zu benennen und gemeinsam an einer gerechten, friedlichen Welt zu arbeiten.“



