Gedenkfeier für versunkene Siedlung Rungholt im Wattenmeer
Gedenkfeier für Rungholt im Watt

Im nordfriesischen Wattenmeer haben Mönche, Wissenschaftler und ein Kommunalpolitiker eine bewegende Trauerfeier für die Opfer einer verheerenden Sturmflut abgehalten. Die Andacht galt den Tausenden Menschen, die vor mehr als 650 Jahren bei der legendären „Groten Mandränke“ ums Leben kamen – genau an jener Stelle, wo einst die blühende Siedlung Rungholt stand.

Historische Tragödie im Watt

Die Sturmflut von 1362, auch als „Grote Mandränke“ bekannt, suchte die Nordseeküste mit unvorstellbarer Gewalt heim. Sie riss ganze Landstriche fort und ließ die sagenumwobene Siedlung Rungholt in den Fluten verschwinden. Mehrere tausend Bewohner fanden damals den Tod. Die genaue Zahl der Opfer ist bis heute nicht bekannt, doch die Überlieferung spricht von einer der größten Naturkatastrophen an der deutschen Nordseeküste.

Andacht bei Ebbe

Die Zeremonie fand bei Ebbe mitten im Watt statt, nahe der Hallig Südfall. Ein Mönch sprach Gebete, während die Teilnehmer schweigend der Toten gedachten. Ein Forscher erläuterte die historischen Hintergründe und die Bedeutung des Ortes. Der anwesende Politiker betonte die Notwendigkeit, die Erinnerung an solche Ereignisse wachzuhalten, auch um für den heutigen Küstenschutz zu sensibilisieren.

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Rungholt ist heute eine der bekanntesten Sagen Nordfrieslands. Archäologische Funde im Watt, wie Spuren von Deichen und Brunnen, belegen jedoch, dass die Siedlung tatsächlich existierte. Die regelmäßigen Gedenkveranstaltungen sollen an das Schicksal der damaligen Bevölkerung erinnern und die historische Forschung fördern.

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