Güstrow gründet Festkomitee für 800-Jahrfeier nach Abschaffung des Sonderausschusses
Güstrow: Neues Festkomitee für 800-Jahrfeier 2028

Güstrow ordnet Vorbereitung für 800-Jahrfeier neu: Festkomitee übernimmt

Die Stadt Güstrow hat die Organisation für das bevorstehende 800-jährige Stadtjubiläum im Jahr 2028 grundlegend neu strukturiert. Das Stadtparlament beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Abschaffung des bisherigen Sonderausschusses. Dieser Schritt erfolgte auf Basis eines Änderungsantrags der CDU-Fraktion, der die vollständige Streichung des Gremiums vorsah. Künftig wird ein neu gegründetes Festkomitee unter der Federführung des Bürgermeisters die Planung und Durchführung der Festlichkeiten übernehmen.

CDU-Fraktionschef kritisiert bisherige Arbeitsweise

Torsten Renz, der Fraktionschef der CDU, begründete die Entscheidung mit der unbefriedigenden Arbeitsweise des aufgelösten Ausschusses. „Der Ausschuss hat nicht zufriedenstellend gearbeitet“, erklärte Renz. Das neue Festkomitee soll enger mit der Stadtverwaltung und der Stadtvertretung verzahnt sein, um effizienter agieren zu können. Im Gegensatz zum bisherigen Gremium, das eher beratende Funktionen hatte, erhält das Komitee mehr operative Befugnisse.

Beteiligt sind fünf Stadtvertreter sowie weiterhin berufene Bürger und Ehrenamtliche. Zusätzlich ist vorgesehen, dass die Stadtvertretung halbjährlich über den Fortschritt der Vorbereitungen informiert wird. „Dann kann sich die Verwaltung dahingehend auch mit mehr Manpower einbringen – was ja auch ihr Job ist“, so Renz weiter. Die einstimmige Entscheidung ohne Gegenstimmen zeige das übergeordnete Ziel, in zwei Jahren ein echtes Highlight für die Stadt zu schaffen.

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SPD zeigt sich zerknirscht, teilt aber die Kritik

Die SPD-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. Fraktionschef Hans-Georg Kleinschmidt äußerte Bedauern darüber, dass die Vorlage nicht gemeinsam diskutiert und eingebracht worden sei. Inhaltlich unterstützt er jedoch die Kritik an der bisherigen Planung. „Die Vorbereitung des Stadtjubiläums stagniert, der Sonderausschuss hat die Nähe zur Verwaltung verloren“, sagte Kleinschmidt. Er betonte die Wichtigkeit, den Stillstand aufzuheben und eine gewisse Regelmäßigkeit in die Organisation zu bringen. „Wir sind aber noch gut im Fahrwasser“, fügte er optimistisch hinzu.

Bürgermeister hofft auf Beschleunigung der Planungen

Bürgermeister Sascha Zimmermann zeigte sich verstimmt darüber, dass es zweieinhalb Jahre nach Gründung des Sonderausschusses zu dieser Neuordnung kommen musste. „Nun soll das neue Festkomitee die Planungen beschleunigen“, erklärte Zimmermann. Das Schloss in Güstrow wird voraussichtlich eine zentrale Rolle bei den Feierlichkeiten spielen. Mit der Gründung des Festkomitees erhofft sich die Stadtverwaltung, die Vorbereitungen deutlich voranzutreiben, damit die 800-Jahrfeier im Jahr 2028 tatsächlich zum erwarteten Höhepunkt für die gesamte Stadt wird.

Die Neuorganisation soll mehr Tempo in die Planungen bringen und sicherstellen, dass alle Beteiligten – von der Verwaltung über die Politik bis hin zu den Bürgern – eng zusammenarbeiten. Damit reagiert Güstrow auf die festgefahrene Situation und setzt auf eine straffere Führung, um das ambitionierte Projekt erfolgreich umzusetzen.

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