Gemeinschaftsgefühl an der längsten Kaffeetafel des Oderbruchs
Im Oderbruchdorf Wuschewier (Kreis Märkisch-Oderland) haben sich am vergangenen Wochenende fast 700 Menschen zu einer außergewöhnlichen Kaffeetafel versammelt. Die Tafel erstreckte sich über 271,5 Meter und bot Platz für zahlreiche Feierlichkeiten – von Kindergeburtstagen bis hin zu einer Silberhochzeit. Auch Brandenburgs Sozialminister René Wilke (SPD) war vor Ort und zeigte sich beeindruckt von der „wunderbaren Atmosphäre“, wie Amtsdirektor Frank Fiedler betonte.
Vielfalt der Teilnehmer und besondere Dekoration
Die Veranstaltung zog nicht nur Einheimische an, sondern auch Besucher aus Berlin. Die Feuerwehr hatte eine Pumpe auf dem Tisch platziert, Jäger steuerten Geweihe bei. „Es geht darum, ins Gespräch zu kommen“, erklärte Fiedler, der die Tafel als „ein kleines bisschen kürzer als vorher“ bezeichnete. Zum Vergleich: In Altwriezen hatte man vor zwei Jahren eine Länge von 283,35 Metern erreicht.
Minister lobt gesellschaftlichen Zusammenhalt
René Wilke, der als Gast an der Tafel teilnahm, würdigte das Engagement der Dorfgemeinschaft. „Sie leben gesellschaftlichen Zusammenhalt“, sagte der Minister für Arbeit und Gesundheit. Er betonte, dass es den Menschen guttue, immer wieder zu erleben, dass Verbundenheit trotz unterschiedlicher Meinungen, Herkunft oder Alter möglich sei. „Heute kommen Sie hier alle zusammen“, so Wilke, der die Kaffeetafel als Symbol für gelebte Gemeinschaft lobte.
Die Veranstaltung wurde von der Feuerwehr und zahlreichen Freiwilligen organisiert. Für die Besucher gab es Kaffee und Kuchen, aber auch herzhafte Speisen. Die Stimmung war ausgelassen, und viele nutzten die Gelegenheit, um alte Bekannte zu treffen oder neue Kontakte zu knüpfen. Die Kaffeetafel im Oderbruch ist mittlerweile zu einer Tradition geworden, die zeigt, wie Dorfgemeinschaften durch gemeinsame Aktivitäten gestärkt werden können.



