Kommunalwahl in Sachsen: Drei OB direkt gewählt, zwei Stichwahlen nötig
Kommunalwahl in Sachsen: Drei OB direkt gewählt

Am Sonntag fand in fünf sächsischen Städten die Wahl des Oberbürgermeisters statt. In Görlitz, Döbeln, Werdau, Aue-Bad Schlema und Dippoldiswalde waren mehr als 100.000 Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Während drei Amtsinhaber ihre Ämter erfolgreich verteidigen konnten, müssen in zwei Städten die Bürger erneut zur Wahlurne schreiten.

Görlitz: Ursu knapp an absoluter Mehrheit vorbei

In Görlitz verfehlte der amtierende Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) mit 49,1 Prozent der Stimmen nur knapp die erforderliche Mehrheit. Auf Platz zwei landete der AfD-Landtagsabgeordnete Sebastian Wippe mit 44,3 Prozent. Deutlich abgeschlagen folgten Sabine Christian (Linke) mit 3,4 Prozent und der parteilose Hagen Jeschke mit 3,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 Prozent. Der zweite Wahlgang findet am 31. Mai statt, bei dem der Kandidat mit den meisten Stimmen gewinnt. Rund 44.500 Wahlberechtigte sind dann erneut aufgerufen.

Aue-Bad Schlema: Rechtsextremer Kandidat vorn

In Aue-Bad Schlema konnte sich keiner der fünf Bewerber die absolute Mehrheit sichern. Die meisten Stimmen erhielt Stefan Hartung von der rechtsextremen Kleinstpartei „Freie Sachsen“ mit 29,0 Prozent. Dahinter folgten Marcus Hoffmann (CDU) mit 23,6 Prozent und Danny Weber (Freie Wählervereinigung) mit 22,5 Prozent. Lars Bochmann erreichte 18,5 Prozent, Tony Neuß (Linke) landete mit 6,4 Prozent auf dem letzten Platz. Die Wahlbeteiligung in der 19.000-Einwohner-Stadt im Erzgebirge betrug 60,8 Prozent. Die Stichwahl ist für den 7. Juni geplant.

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Döbeln: Amtsinhaber Liebhauser bestätigt

In Döbeln (Landkreis Mittelsachsen) setzte sich Amtsinhaber Sven Liebhauser (CDU) mit 56,4 Prozent der Stimmen deutlich durch und übertraf die absolute Mehrheit. Auf Platz zwei landete Sven Weißflog (Freie Wähler) mit 33,4 Prozent. Für Sven Hofmann von den „Freien Sachsen“ stimmten 6,0 Prozent, Jörg Koitsch (BSW) erhielt 4,2 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,4 Prozent.

Dippoldiswalde und Werdau: Klare Siege für Amtsinhaber

In Dippoldiswalde (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) verteidigte die unabhängige Oberbürgermeisterin Kerstin Körner ihr Amt mit 77,4 Prozent der Stimmen. Herausforderer Marcus Wünschmann (parteilos) kam auf 15,0 Prozent, Tom Wittig (Linke) auf 7,6 Prozent. Die Wahlbeteiligung betrug lediglich 48,5 Prozent. In Werdau (Landkreis Zwickau) siegte Amtsinhaber Sören Kristensen (Unabhängige Liste) mit 71,9 Prozent. Philipp Meyer (Bürger für Werdau) erhielt 19,3 Prozent, Willy Leo Lippold (Linke) 8,8 Prozent. Auch hier war die Wahlbeteiligung mit 47,8 Prozent niedrig.

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