Polizeiinspektion Ludwigslust: Führungswechsel und strukturelle Veränderungen
Die Polizei im Landkreis Ludwigslust-Parchim steht vor einem umfassenden Umbau. Neben mehreren Führungswechseln wird auch die Kriminalpolizei neu organisiert. Künftig werden rund 70 Kriminalisten zentral von Schwerin aus geführt und nicht mehr der Polizeiinspektion Ludwigslust unterstellt. Dies gab die Behörde bei einem feierlichen Empfang bekannt.
Neue Führungsriege vorgestellt
Im modernen Lageraum der Inspektion versammelten sich zahlreiche Gäste, darunter Staatssekretär Dr. Christian Frenzel, Polizeiinspekteur Lutz Müller und die gesamte Führung des Polizeipräsidiums Rostock. Anlass waren mehrere Personalwechsel, die im Rahmen der Veranstaltung gewürdigt wurden. Im Mittelpunkt stand Kriminaloberrat Frank Wossidlo, der offiziell als Leiter der Führungsgruppe der Polizeiinspektion Ludwigslust begrüßt wurde. Der 46-Jährige wird damit zum „zweiten Mann“ der Inspektion und direkter Vertreter von Inspektionsleiter Ingo Renk.
Wossidlo ist kein Unbekannter in Ludwigslust: Bereits 2014 war er im Streifendienst tätig. Nach seiner Station als Leiter des Kriminalkommissariats Schwerin kehrt der dreifache Vater nun zurück. Er hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt und sich später für den höheren Dienst qualifiziert. Als Leiter der Führungsgruppe übernimmt er die Dienst- und Fachaufsicht für den Einsatzbereich und die Verwaltung der Inspektion.
Sebastian Tappe wird neuer Verwaltungschef
Eine weitere wichtige Personalie: Sebastian Tappe ist neuer Verwaltungschef der Inspektion. Der Regierungsamtsrat war zuvor im Wirtschaftsministerium tätig und ist in Neustadt-Glewe als Amtsvorsteher des Amtes Neustadt-Glewe bekannt. Als ehrenamtlicher Politiker bringt er umfangreiche Erfahrung im Ordnungsbereich mit und pflegt bereits enge Kontakte zur Polizei. Unter anderem spielt er bei der Organisation des Festivals „Airbeat One“ eine entscheidende Rolle. Tappe folgt auf Antje Tillack, die in die Verwaltung der Polizei Schwerin wechselt.
Herausforderungen in der Fläche
Die Polizei im ländlichen Raum steht vor besonderen Herausforderungen. Die Besetzung von Posten auf dem Land gestaltet sich zunehmend schwierig, und die Zahl der Streifenwagen in den Normalschichten ist seit Jahren begrenzt. Umso wichtiger sei eine funktionierende interne Organisation, betonten die Verantwortlichen. Die Neuaufstellung der Führungsebene soll dazu beitragen, die Einsatzsteuerung zu stärken und die Präsenz in der Fläche zu sichern.
Der Empfang bot auch Raum für emotionale Abschiede: Petra Schmedemann, die über Jahrzehnte als Sekretärin des Inspektionsleiters die organisatorischen Fäden in der Hand hielt, wurde verabschiedet. Für Polizeioberrat Ingo Renk war der Abschied von seiner langjährigen Kollegin ein sichtlich bewegender Moment.



