Die Klostermühle in Boitzenburg durchlebt eine spannende Zeit. Seit dem Verkauf des gesamten Mühlenareals an die Umbruch Gemeinwohl gGmbH weht nicht nur ein anderer Wind durch ihre historischen Mauern. Es hat sich bereits einiges verändert. Pfingstmontag, am Mühlentag, ist eine gute Gelegenheit, sich von diesen Veränderungen persönlich zu überzeugen und sich die Pläne der neuen Eigentümer um Regionalentwickler Daniel Haver erklären zu lassen.
Investition von zehn Millionen Euro
Ziel ist es, das in die Jahre gekommene einstige Mühlenmuseum samt Scheune und Klosterschenke mit einer Investition von zehn Millionen Euro bis Ostern 2028 fit für die Zukunft zu machen. Näheres zum Projekt Klosterpark und zum aktuellen Stand wird am 25. Mai in der Scheune zu erfahren sein. Dem Planen und gründlichen Aufräumen der letzten Monate werden in Kürze die Sanierung und weiterer Wandel folgen. Ehe die ersten Handwerker anrücken, Absperrungen und Bauzäune den Zutritt verwehren, lohnt sich ein Blick ins Innere des technischen Denkmals noch einmal ganz besonders. Pfingstmontag bietet sich dafür ein Familien-Ausflug nach Boitzenburg geradezu an.
Einblick in die Geschichte der Mühlentechnik
Trotz der Neuerungen greift Museumsmüller Martin Joost gerade beim traditionellen Mühlentag auf manch Altbewährtes zurück. Eröffnet wird das bunte Treiben rund um die Mühle bereits um 10 Uhr. Um 12, 14 und 16 Uhr lädt Joost die Besucher ein, die Mühle in ihrem jetzigen, aufgeräumten Zustand ganz neu zu entdecken. So war die Technik noch nie zu erleben. Wenn er aus der faszinierenden Geschichte der Mühle erzählt, die Technik anschaulich erläutert und kurz in Gang setzt, fühlt sich wohl jeder um Jahrzehnte zurückversetzt. Die technischen Anlagen wie Mahlwerk, Walzenstühle, Turbine und Mischwerk, ihre Funktion sowie ihr Ineinandergreifen sind jetzt authentisch wie selten zuvor zu erleben.
Mühlengeister präsentieren Märchen
Eine liebgewonnene Tradition des Mühlentages wird nicht fehlen. Die Laientheatergruppe „Die Mühlengeister“ will ihre Fans um 11 und 14 Uhr wieder mit der Premiere ihres neuen Sommermärchens verzaubern. Mit dem von Peter Gutzmann verfassten Stück „Der goldene Kristall“ können große und kleine Besucher dieses Mal eine spannende Zwergengeschichte in den Ruinen des Zisterzienserinnen-Klosters erleben. Weitere Gelegenheiten, das neue Stück zu sehen, wird es dann erst wieder am 6. Juni beim Dorffest in Dargersdorf und am 27. Juni beim Seefest in Wichmannsdorf geben.
Unterhaltung auf der Festwiese
Abwechslungsreich geht es am 25. Mai auch auf der Festwiese zu. Clown Marco aktiviert hier sein Spielmobil und wird ihm eine ganze Fülle an Geschicklichkeitsspielen entlocken. Die Familie Staartz dagegen entführt ihr Publikum ins Mittelalter und lädt zum Bogen- und Armbrustschießen ein. Für die passende musikalische Begleitung sorgt dazu Wanderbarde Angelo mit seinem Dudelsack. Schnäppchenjäger werden beim Flohmarkt auf der großen Festwiese sicher auf ihre Kosten kommen. Wer mit eigenem Stand dabei sein möchte, sollte sich anmelden, kann aber gern auch spontan teilnehmen.
Bis zum Abschluss um 17 Uhr wird am Mühlentag auch für das leibliche Wohl wieder bestens gesorgt sein. Die Einnahmen des Festes sollen dieses Mal anteilig als Spende an die Kindertagesstätten Hardenbeck und Haßleben sowie an die Theatergruppe gehen.



