München hat seine Bewerbung für die Olympischen Spiele grundlegend überarbeitet. Die Stadt setzt dabei auf neue Sportstätten, moderne Sportarten und vor allem auf Nachhaltigkeit. Dies gab die Stadtverwaltung am Donnerstag bekannt.
Neue Sportstätten auf der Theresienwiese und im Grünwalder Stadion
Ein zentraler Bestandteil der überarbeiteten Bewerbung sind die geplanten Sportstätten. Auf der Theresienwiese, die bereits für das Oktoberfest bekannt ist, sollen temporäre Anlagen für mehrere Wettbewerbe entstehen. Auch das Grünwalder Stadion, traditionell die Heimat des TSV 1860 München, wird in die Planungen einbezogen. Hier sind unter anderem Leichtathletik-Wettkämpfe vorgesehen.
3x3-Basketball im Olympiapark
Eine besondere Neuerung ist die Aufnahme der Sportart 3x3-Basketball, die erstmals olympisch ist. Diese Variante soll im südlichen Olympiapark ausgetragen werden, allerdings nicht auf dem Gelände des FC Teutonia. Die Stadt betont, dass die Anlage nach den Spielen zurückgebaut und die Fläche wieder der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wird.
Nachhaltigkeit als Schwerpunkt
München will mit der Bewerbung vor allem durch Nachhaltigkeit punkten. So sollen möglichst viele bestehende Sportstätten genutzt oder temporär errichtet werden, um langfristige Bauten zu vermeiden. Zudem setzt die Stadt auf erneuerbare Energien und eine umweltfreundliche Mobilität während der Spiele. Die Verkehrsplanung sieht ein umfangreiches Netz aus öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrradwegen vor.
Kosten und Finanzierung
Die überarbeitete Bewerbung sieht ein Budget von rund 5 Milliarden Euro vor, das durch öffentliche Mittel und Sponsoren gedeckt werden soll. Die Stadt verspricht, dass die Spiele ohne zusätzliche Belastung für die Bürger realisiert werden können. Ein Teil der Kosten soll durch Ticketeinnahmen und TV-Rechte gedeckt werden.
Die Bewerbung wird nun dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorgelegt, der über die weitere Vorgehensweise entscheidet. München hofft, sich gegen andere deutsche Städte durchzusetzen und die Spiele nach Deutschland zu holen.



