In Mecklenburg-Vorpommerns Landeshaushalt klaffte am Jahresende 2025 ein Loch in Höhe von 27 Millionen Euro. Dieses wurde durch einen Griff in die Rücklagen aus vergangenen, besseren Jahren gestopft, wie das Finanzministerium mitteilte.
Steuereinnahmen unter den Erwartungen
Die Steuereinnahmen lagen demnach drei Prozent oder 206 Millionen Euro unter den Erwartungen. Allerdings fielen auch die Ausgaben für Personal und Zinsen niedriger aus als ursprünglich geplant. An Personalkosten wurden 71 Millionen Euro oder drei Prozent weniger ausgegeben. Für Zinsen mussten zehn Millionen Euro oder sechs Prozent weniger aufgewendet werden.
Corona-Schutzfonds aufgelöst
Der zur Bewältigung der Corona-Pandemie aufgelegte, mit Krediten gebildete MV-Schutzfonds wurde Ende 2025 aufgelöst. Von den dafür aufgenommenen Krediten wurden 17 Millionen Euro nicht benötigt und zurückgezahlt.
Das Land investierte im vergangenen Jahr kräftig, und zwar gut 1,8 Milliarden Euro. Der Investitionsanteil am Gesamthaushalt liegt bei 16 Prozent. Um das Loch am Jahresende so klein wie möglich zu halten, waren die Ministerien verpflichtet, in ihren laufenden Haushalten zusammen 129 Millionen Euro zu streichen.
Finanzminister: Konsolidierung fortsetzen
„Der Haushaltsabschluss 2025 reiht sich ein in die schwierige Haushaltslage, in der sich alle Länder sowie der Bund befinden“, bilanzierte Finanzminister Heiko Geue (SPD). Die Konsolidierungsanstrengungen müssten in Zukunft weiter intensiviert werden. Zur Konsolidierung können Sparmaßnahmen und höhere Einnahmen beitragen.
Noch einmal kann das Land nicht in die Rücklagen greifen, um ein Haushaltsloch zu stopfen. Für die Aufstellung des Landeshaushalts 2026/2027 wurden die verbliebenen Ersparnisse weitgehend aufgelöst und neue Kredite aufgenommen.



