Um den akuten Lehrkräftemangel zu bekämpfen, schafft Niedersachsen 50 neue Studienplätze für den Quereinstieg in den Lehrerberuf. An den Universitäten Hildesheim und Lüneburg werden ab dem Sommersemester 2027 spezielle Masterstudiengänge angeboten, die Bachelorabsolventen ohne Lehramtsoption den Weg in die Sekundarstufe I ebnen sollen.
Zielgruppe und Voraussetzungen
Das Angebot richtet sich an Absolventinnen und Absolventen fachwissenschaftlicher Bachelorstudiengänge, die bisher keine Lehramtsoption hatten. Voraussetzung für die Zulassung ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium, wie das niedersächsische Kulturministerium in Hannover mitteilte. Der zweijährige Master of Education bereitet auf den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Haupt- und Realschulen vor. Absolventen können anschließend an Haupt-, Real-, Ober- und Gesamtschulen in der Sekundarstufe I unterrichten.
Pilotprojekt mit Perspektive
Das Pilotprojekt startet zunächst in Lüneburg und Hildesheim. Schrittweise sollen weitere Standorte folgen, um die Zahl der Quereinsteiger langfristig zu erhöhen. Wissenschaftsminister Falko Mohrs betont: „Mit dem neuen Quereinstiegs-Master öffnen wir die Lehrkräftebildung gezielt für junge Menschen, die bislang nur über Umwege oder als Vertretungskräfte Zugang zu unseren Schulen gefunden haben. Wer bereits ein Fach studiert hat und motiviert ist, ins Lehramt zu wechseln, kann nun ohne bürokratische Hürden Lehrkraft werden.“
Bedeutung für den Kampf gegen den Lehrermangel
Niedersachsen leidet wie viele andere Bundesländer unter einem erheblichen Mangel an qualifizierten Lehrkräften. Die neuen Quereinstiegs-Master sollen dazu beitragen, die Lücken an den Schulen zu schließen. Indem der Zugang zum Lehramt für Bachelorabsolventen erleichtert wird, hofft die Landesregierung, mehr motivierte und fachlich qualifizierte Personen für den Lehrerberuf zu gewinnen. Die Maßnahme ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Sicherung der Unterrichtsversorgung in Niedersachsen.



