Vermummte protestieren am Bundesrat gegen Abschiebungen
Protest am Bundesrat gegen Abschiebungen

Am Freitag und Samstag wird in Berlin an das Ende des Zweiten Weltkrieges erinnert. Am Morgen beendete die Polizei eine Protestaktion am Bundesrat. Drei Vermummte nutzten den Jahrestag des Kriegsendes, um gegen Abschiebungen zu demonstrieren. Zwei Frauen und ein Mann kletterten auf Masten vor dem Gebäude und entrollten ein Banner mit der Aufschrift: „Befreiung vom Faschismus für alle. Gegen jeden Abschiebeknast“, wie die Polizei mitteilte. Die Einsatzkräfte forderten die Gruppe auf, herunterzukommen. Nachdem die Personen den Masten verlassen hatten, wurden ihre Personalien festgestellt.

Gedenkveranstaltungen zum Kriegsende

Verschiedene russische und deutsche Gruppen sowie Initiativen erinnern mit Kundgebungen und Demonstrationen am Freitag und Samstag an das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa und die Befreiung von der Nazi-Herrschaft im Mai 1945. Üblicherweise werden auch Kränze niedergelegt. Aufgrund des Ukraine-Krieges hat die Polizei für die Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen an den drei sowjetischen Ehrenmalen Uniformen und russische Fahnen verboten.

Polizeimaßnahmen und Hintergründe

Die Polizei war mit mehreren Einsatzkräften vor Ort, um die Lage zu kontrollieren. Die Vermummten zeigten sich kooperativ, nachdem sie aufgefordert wurden, die Aktion zu beenden. Die Beamten dokumentierten den Vorfall und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ein. Die Hintergründe der Protestaktion sind noch unklar, jedoch steht sie im Zusammenhang mit der aktuellen Debatte über Abschiebungen in Deutschland. Die Demonstration fand parallel zu den offiziellen Gedenkfeierlichkeiten statt, die an die Befreiung vom Nationalsozialismus erinnern.

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