Rekord beim Perleberger Rolandlauf: Gedenkpreis eingeführt
Rekord beim Perleberger Rolandlauf: Gedenkpreis eingeführt

Teilnehmerrekord beim 34. Perleberger Rolandlauf

Am vergangenen Sonnabend fand der 34. Perleberger Rolandlauf im Tierpark statt – mit einem neuen Rekord: 384 Läufer, darunter 142 Kinder, gingen an den Start. Damit übertraf die Veranstaltung alle bisherigen Teilnehmerzahlen. Die Stimmung war ausgelassen, doch der Wettbewerb stand nicht im Vordergrund. Vielmehr gedachten die Organisatoren des tragischen Todes von Wolfgang Diete, der im Vorjahr während des Laufs verstorben war.

Wolfgang-Diete-Preis erstmals verliehen

In Absprache mit der Familie des Verstorbenen wurde der Wolfgang-Diete-Preis ins Leben gerufen. Er soll verdiente Sportler und Ehrenamtliche auszeichnen, die sich um den Sport in der Region verdient gemacht haben. Die erste Preisträgerin ist Anne Brandt, eine langjährige Läuferin, die stets hilfsbereit ist. Sie half auch dieses Jahr wieder am Zieleinlauf, den Läufern die Startnummern abzunehmen. Die Chips auf den Nummern werden für die Zeitmessung benötigt und im Folgejahr wiederverwendet. Organisatorin Nicole Ullmann überreichte ihr den Preis, einen Kolibri.

Strecke und Teilnehmer begeistert

Die Strecke führte über 1,6, sieben oder 14 Kilometer durch den Tierpark und kam bei den Läufern aller Altersgruppen gut an. Werner Jung (Jahrgang 1948), der älteste Teilnehmer, lobte die weichen Waldböden. Auch Ralf Grützenmacher, der sonst auf harten Straßen trainiert, war begeistert: „Heute habe ich 5:20 Minuten pro Kilometer geschafft.“ Seine Tochter Jessie lief mit ihrer Arbeitskollegin Laura Behlendorf von der Karstädter Kita. Die jüngste Teilnehmerin, die fast vierjährige Milana, absolvierte mit ihrem Vater die 1,6 Kilometer in unter 15 Minuten. Die Ergebnisse sind auf der Website des Zeitnehmers veröffentlicht.

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Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Moderator Bernd Atzenroth erklärte, dass die Organisatoren nach dem Todesfall die Sicherheit erhöht haben: Die Zahl der Streckenposten wurde auf zwölf verdoppelt, alle mit Funkgeräten des Landkreises ausgestattet. Trotz schwieriger Mobilfunkverhältnisse war die Kommunikation jederzeit gewährleistet. Atzenroth betonte, dass die Familie des Verstorbenen den Veranstaltern nie Vorwürfe gemacht habe, weil der Lauf nicht abgebrochen wurde.

Grenzen des Rolandlaufs

Die wachsende Laufbegeisterung stößt in Perleberg an ihre Grenzen. Atzenroth sagte: „In diesem Jahr hatten wir 384 Läufer, oft sind Eltern und Freunde dabei. Dann sind 500 bis 600 Menschen auf dem Platz, das Gelände wird langsam zu klein. Wir haben überlegt, ob wir eine Höchstzahl einführen müssen.“ Der nächste Wettbewerb des Prignitz-Cups ist der 43. Wittstocker Below-Gedenk- und Heidelauf am 6. Juni. Am 12. September findet ein Lauf im Rahmen der Landesgartenschau in Wittenberge statt. Den Abschluss bildet der Moormeilenlauf am 17. Oktober. Eine Übersicht gibt es auf prignitz-cup.de.

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