Der Traditionssegler „Santa Barbara Anna“ ist nach einem deutlich längeren Werftaufenthalt als geplant wieder in seinen Heimathafen Rostock zurückgekehrt. Das Schiff liegt nun wieder an seinem angestammten Platz im Stadthafen Höhe Kabutzenhof. Ursprünglich war eine Werftzeit von 62 Tagen vorgesehen, doch am Ende wurden daraus 196 Tage.
Gründe für die Verzögerung
Wie Maike Müller-Dittmann vom Verein Bramschot mitteilt, traten bei dem routinemäßigen Werftaufenthalt in Stralsund mehrere Überraschungen zutage. Unter anderem mussten die Mastfüße des Schoner- und Großmastes erneuert werden. Das straffe Programm umfasste zudem die Befreiung von störendem Bewuchs, einen neuen Anstrich sowie Arbeiten im Inneren und an der Maschine, die von Vereinsmitgliedern unterstützt wurden.
Herausforderungen bei den Arbeiten
Die Aufgaben waren umfangreich und erforderten teils schwerste körperliche Arbeit. So musste alter Ballast – kleine Eisenteile in Beton eingegossen – mit schwerem Gerät entfernt werden. Allein in dieser Zeit leisteten die Ehrenamtlichen mehr als 6000 Arbeitsstunden.
Nächste Schritte: Krängungstest und Zertifikat
Am 18. April konnte die „Santa Barbara Anna“ die Heimreise antreten. Doch die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Ende April steht der Krängungstest an, bei dem das Verhalten des Schiffes unter verschiedenen Stabilitätskräften geprüft wird. Erst wenn alle erforderlichen Testate vorliegen, kann die See-Berufsgenossenschaft das Zertifikat ausstellen, das dann fünf Jahre gültig ist.



