Schnee im Mai: So frisch bleibt es in Bayern
Schnee im Mai: So frisch bleibt es in Bayern

Es fühlte sich schon nach Sommer an, doch jetzt kehrt der Winter noch einmal nach Bayern zurück – und das Mitte Mai. Die Schneefallgrenze sinkt den Alpen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf 1000 Meter. In höheren Lagen sind fünf bis zehn Zentimeter Neuschnee möglich, in Staulagen der Allgäuer Alpen sogar um die 20 Zentimeter.

Glättegefahr auf den Straßen

Oberhalb von 800 Metern ist Vorsicht auf den Straßen geboten. Wer etwa den Riedbergpass im Oberallgäu mit dem Auto befahren möchte, benötigt Winterausrüstung, wie ein Schild zeigt. Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West verzeichnete bis zum Morgen jedoch keine wetterbedingten Verkehrsunfälle. Auch in den Mittelgebirgen könnten laut DWD "einige Schneeflocken" fallen. Oberhalb von 800 Metern sei im Bergland zudem Glätte durch Schneematsch möglich.

Temperaturen bleiben niedrig

Nach einer ungewöhnlich kalten und teils frostigen Nacht werden für Dienstag in Bayern nur noch einzelne Regenschauer oder kurze Gewitter erwartet. Die Höchstwerte liegen zwischen 7 und 12 Grad. Erst gegen Abend soll es etwas auflockern. Noch kälter wird es in der Nacht auf Mittwoch mit verbreitetem Bodenfrost in Süddeutschland.

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Ein solcher Kälteeinbruch sei nach der Wärme des Wochenendes überraschend, aber für Mai nicht völlig außergewöhnlich, sagte ein DWD-Sprecher. Es sei "typisch, dass es auch im Mai immer mal diesen Kaltflusseinfluss gibt". Polarluft komme von der Nordsee ins Land. "Das passt ja auch zu den Eisheiligen dieses Jahr."

Die Eisheiligen im Mai

Die Eisheiligen sind die Tage vom 11. bis zum 15. Mai. Dabei handelt es sich um eine Bauernregel beziehungsweise einen Volksglauben ohne wissenschaftliche Grundlage. Sie beschreiben ein Wetterphänomen, bei dem nach einer warmen Phase häufig noch einmal kühle Luftmassen und Nachtfrost auftreten können. Benannt sind die Eisheiligen nach fünf katholischen Heiligen. Vor allem bei Gärtnern gilt die Faustregel, frostempfindliche Pflanzen erst nach dem 15. Mai, der sogenannten "kalten Sophie", nach draußen zu pflanzen.

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