Rennfieber in der Innenstadt: Seifenkistenrennen entfacht Jubel
Bei bestem Frühlingswetter verwandelte sich die Friedrichstraße in Prenzlau am 9. Mai erneut in eine rasante Rennstrecke. Zahlreiche Besucher säumten die Innenstadt, als insgesamt 21 Teilnehmer mit ihren liebevoll gestalteten Seifenkisten an den Start gingen und sich spannende Duelle lieferten. Das traditionelle Seifenkistenrennen sorgte einmal mehr für Begeisterung, strahlende Gesichter und jede Menge Applaus.
Humor und Begeisterung am Renntag
Moderiert wurde das Event von Prenzlaus Bürgermeister Marek Wöller-Beetz persönlich, erstmals gemeinsam mit Stadionsprecher Pascal Warnke. Das Duo harmonierte bestens und begleitete die Zuschauer mit viel Humor und Begeisterung durch den Renntag. Für einen besonderen Auftakt sorgte die amtierende Prenzlauer Schwanenkönigin Mireé Kolm. Sie nahm in einer Seifenkiste von Manfred Ritschel Platz und eröffnete das Rennen unter großem Beifall. Den nötigen Schwung verlieh dabei die große Startrampe, die traditionell von der Familie Roll aus Klinkow zur Verfügung gestellt wurde.
Anschließend wurde es für die jungen Fahrerinnen und Fahrer ernst. Mit der Startnummer eins eröffnete Adrian aus dem Team der IG Frauen und Familie den Wettbewerb. In insgesamt drei Durchgängen kämpften die Teams um jede Sekunde. Die Zeiten lagen dicht beieinander und machten das Rennen bis zuletzt spannend.
Auch Schwanenkönigin Mireé ließ sich vom Rennfieber anstecken und entschied sich spontan, offiziell am Wettbewerb teilzunehmen. „Ich muss gestehen, ich war schon etwas aufgeregt und hatte Respekt davor, besonders die große Rampe herunterzufahren. Während der gesamten Strecke habe ich das Grinsen gar nicht aus dem Gesicht bekommen, denn es war wirklich total cool und hat Spaß gemacht. Ein zeitliches Gefühl hatte ich gar nicht“, erzählte die 25-Jährige nach ihrem Lauf begeistert.
Bei ihrer ersten Teilnahme sicherte sie sich direkt einen der begehrten Pokale und erreichte einen hervorragenden dritten Platz. Den Sieg im diesjährigen Seifenkistenrennen holte sich Hannes aus dem Team „Red Arrow“. Platz zwei belegte Stefanie aus dem Team „Baucenter“. Die Zuschauer honorierten die Leistungen aller Fahrer mit viel Applaus und großer Anerkennung.
Wettbewerb zwischen den Hort-Teams
Eine feste Tradition des Rennens bleibt auch der Wettbewerb der Horte aus Prenzlau. Hier setzte sich der Hort der Grabowschule durch und belegte den ersten Platz. Rang zwei ging an den Hort „Geschwister Scholl“, gefolgt vom Hort „Freundschaft“. Der Hort „Kinderland“ erreichte den vierten Platz.
Neben dem spannenden Rennen kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Für die Versorgung der Gäste sorgten unter anderem die Gymnasiasten des Scherpf-Gymnasiums mit ihrer Foodbox sowie das Team „Sempre Roma“, die die zahlreichen Besucher kulinarisch verwöhnten.
Bürgermeister Marek Wöller-Beetz zeigte sich am Ende des Tages begeistert: „Es hat wie in jedem Jahr viel Spaß gemacht. Mit Pascal ergab sich eine super synchronisierte Moderation. Danke an alle Fahrer sowie Betreuer, Erzieher, Eltern, Freunde und Verwandte der Kinder für das Möglichmachen der Teilnahme und das Anfeuern. Danke an den Kinder- und Jugendbeauftragten mit dem Team aus dem Prenzlauer Amt für Bildung der Stadtverwaltung sowie dem Citymanagement für die Organisation. Danke dem Rotaract Club, Heino Tietje und Manfred Ritschel für die Unterstützung. Danke auch den vielen alten Bekannten, die immer wieder mit ihren Seifenkisten kommen, wie beispielsweise die Feuerwehr aus Klockow, die IG Frauen und Familie sowie die Uckermärkischen Werkstätten. Vielleicht schaffen wir es im nächsten Jahr, noch ein paar Teilnehmer zu gewinnen – darüber würde ich mich persönlich sehr freuen.“
Alle Teams und Fahrer erhielten eine Urkunde für ihre Teilnahme. Das Seifenkistenrennen in Prenzlau bewies auch in diesem Jahr wieder eindrucksvoll, wie lebendig Gemeinschaft, Ehrenamt und generationsübergreifender Zusammenhalt in der Uckermark gelebt werden. Die Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, guter Stimmung und familiärer Atmosphäre machte den Renntag erneut zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten.



