Salzhemmendorf (Niedersachsen) – Eine geplante Nachtwanderung entlang der Teufelsklippe endete für einen 29-jährigen Mann tödlich. Er stürzte aus bisher ungeklärter Ursache 30 Meter in die Tiefe.
Unglück in der Nacht
Die beiden Freunde waren in der Nacht auf Samstag oberhalb des Steinbruchs in Salzhemmendorf unterwegs, begleitet von einem Hund. Gegen 23.20 Uhr ereignete sich das schreckliche Unglück. Der 29-Jährige stürzte plötzlich von der Felskante.
Rettungseinsatz mit 80 Kräften
Der Freund alarmierte sofort den Notruf, doch die Verbindung brach ab. Die Einsatzkräfte konnten den genauen Standort zunächst nicht ermitteln. Die Gemeindefeuerwehr Salzhemmendorf teilte mit: „Nach den ersten Suchmaßnahmen wurde schnell klar, dass weitere Einsatzkräfte benötigt wurden.“ Daraufhin rückten zahlreiche Retter an, darunter Spezialisten der Absturzsicherung und ein Rettungshubschrauber. Insgesamt suchten rund 80 Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr nach dem Abgestürzten.
Leiche durch Polizeihubschrauber entdeckt
Der Polizeihubschrauber „Phönix“ sichtete schließlich den 29-Jährigen. Höhenretter, Notarzt und Polizei kämpften sich durch unwegsames Gelände zu ihm vor. Doch jede Hilfe kam zu spät: Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.
Bergung unter schwierigen Bedingungen
Die Höhenretter brachten den Verstorbenen in einer Schleifkorbtrage zur Sammelstelle. Sie mussten dabei Steilhänge, Waldwege und mehr als 200 Höhenmeter überwinden. Die Feuerwehr berichtete: „Die zweite Person, welche körperlich unversehrt blieb, und deren kleiner Hund konnten ebenfalls sicher zur Sammelstelle gebracht werden.“ Notfallseelsorger und ein Kriseninterventionsteam des DRK kümmerten sich in einer nahegelegenen Grundschule um die Angehörigen des Verunglückten. Nach rund viereinhalb Stunden war der Einsatz beendet. Die Polizei geht von einem tragischen Unfall aus.



