Der Kieler Marineschiffbauer TKMS profitiert von der anhaltend hohen Nachfrage nach Rüstungsgütern. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025/2026 (Oktober 2025 bis März 2026) erreichte der Auftragsbestand einen neuen Höchststand von 20,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen hatte Ende des vergangenen Jahres einen Torpedo-Auftrag der Bundeswehr erhalten, und im Januar wurde bekannt, dass die norwegische Regierung zwei weitere U-Boote bestellt hat – insgesamt sind nun vier U-Boote für Norwegen geordert.
Auftragseingänge und Umsatzentwicklung
Die gesamten Auftragseingänge summierten sich auf 3,4 Milliarden Euro, ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum jedoch niedriger ausfiel. Der Umsatz stieg um zehn Prozent auf 1,17 Milliarden Euro, was TKMS darauf zurückführt, dass Aufträge planmäßig abgearbeitet werden konnten. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um 14 Prozent auf 60 Millionen Euro zu.
Gewinnrückgang durch Investitionen
Unter dem Strich verdiente TKMS 27 Millionen Euro, ein Rückgang um 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Gewinnrückgang ist auf verstärkte Investitionen in den Ausbau des Unternehmens zurückzuführen, insbesondere in Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb. Vorstandschef Oliver Burkhard erklärte, dass TKMS den aktuellen Auftragsbestand mit den eigenen Werften bewältigen könne. „Mit Blick nach vorne prüfen wir aber schon jetzt mögliche internationale Partnerschaften“, so Burkhard.
Zukunftsaussichten
Die hohe Nachfrage nach Marineschiffen und U-Booten zeigt keine Anzeichen einer Abschwächung. TKMS prüft daher strategische Optionen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Dazu gehören internationale Kooperationen, die es dem Unternehmen ermöglichen sollen, auch künftige Aufträge effizient zu erfüllen. Die Investitionen in Forschung und Entwicklung zielen darauf ab, technologische Vorsprünge zu sichern und neue Märkte zu erschließen.



