Kampfjets über Schwerin: Tornados mit 700 km/h im Übungsflug
Tornado-Kampfjets über Schwerin: Übungsflug mit 700 km/h

Schwerin: Kampfjets verursachen Lärm durch Übungsflug

Am Donnerstagmittag wurde es über Schwerin für einige Sekunden laut: Zwei Tornado-Kampfjets der Bundeswehr flogen mit rund 700 km/h über die Landeshauptstadt. Die Flugzeuge waren in etwa 2000 Metern Höhe unterwegs, wie ein der Redaktion vorliegendes Video zeigt. Die Piloten ließen die Maschinen zunächst absinken und zogen sie dann in einer steilen Kurve wieder nach oben. Der Silhouette nach handelte es sich um Tornado-Jets.

Luftwaffe bestätigt Übungsflug

Ein Sprecher der Luftwaffe erklärte, dass zwei Tornado-Kampfflugzeuge des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33 (TLG) aus Nordrhein-Westfalen einen Übungsflug in der Region durchführten. Dabei überflogen sie auch den Schweriner See und die Stadt Schwerin. Die Piloten gingen teilweise in den Tiefflug unter 500 Meter. Die Flughöhe lag zwischen 223 und 1615 Metern. Da Schwerin weniger als 100.000 Einwohner hat, dürfen die Piloten die Stadt sogar in bis zu 150 Metern Höhe überfliegen. Der Sprecher betonte, dass der Flugbetrieb unter Beachtung aller Bestimmungen durchgeführt wurde.

Übungsgebiet über Westmecklenburg

Über Schwerin und Teilen des Landkreises Ludwigslust-Parchim erstreckt sich ein Abschnitt des größten militärischen Übungsluftgebiets Deutschlands, der MVPA 401 (Military Variable Profile Area). Diese Zone kann von der Luftwaffe für taktisches Training, Nachtflüge und Luftbetankungen reserviert werden. Erst kürzlich waren A400M-Transportmaschinen als fliegende Zapfsäulen in der Region unterwegs, um Kampfjets mit Kerosin zu versorgen. Die Luftwaffe begründet die regelmäßigen Übungen mit der Notwendigkeit, Einsätze zur Krisenbewältigung und Verteidigungsvorsorge vorzubereiten.

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Tornado: Spezialist für Tiefflugangriffe

Das Taktische Luftwaffengeschwader 33 ist auf Luftangriffe spezialisiert. Der Tornado ist präzise, reaktionsschnell, flexibel und bei jedem Wetter einsatzbereit. Er kann Bodentruppen unterstützen und mit lasergelenkten Bomben sowie Marschflugkörpern harte Ziele wie Panzer und Bunker bekämpfen. Extreme Tiefflüge bis auf 30 Meter Höhe sind möglich, um der gegnerischen Radarerkennung zu entgehen.

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