TU Berlin: Sanierungsstau von 2,4 Milliarden – Senatorin kritisiert Vernachlässigung
TU Berlin: 2,4 Mrd. Euro Sanierungsstau

Die Instandhaltung vieler Bestandsgebäude der Technischen Universität Berlin ist nach Einschätzung von Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra über Jahre hinweg vernachlässigt worden. In den vergangenen Jahren sei zwar viel neu gebaut worden, sagte die SPD-Politikerin im RBB-Inforadio. Der Bestand sei jedoch etwas vernachlässigt worden, was man durchaus so sagen könne. Im Laufe der Jahre seien eine ganze Reihe von Mängeln aufgetreten.

Hauptgebäude aus Sicherheitsgründen geschlossen

Das Hauptgebäude der Universität ist seit Samstag aus Sicherheitsgründen geschlossen und kann bis auf Weiteres nicht genutzt werden. Als Grund nannte die TU bauliche Auffälligkeiten. Der Sanierungsstau an der TU beläuft sich nach Angaben der Hochschule auf 2,4 Milliarden Euro.

Mängel betreffen den Brandschutz

Die Baumängel am Hauptgebäude wurden bei einer Begehung durch Behörden und die Berliner Feuerwehr festgestellt. Die Aufsicht liege in der Verantwortung des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf und des zuständigen Baustadtrats, so Czyborra. Sie selbst habe die Untersuchung nicht in die Wege geleitet. Es sei deren Aufgabe, genau zu prüfen, denn es dürfe niemand zu Schaden kommen. Einige Mängel seien so gravierend, dass das Gebäude geschlossen werden müsse, da sie den Brandschutz betreffen. TU-Präsidentin Fatma Deniz hatte dem RBB gesagt, es gebe etwa nasse Wände und Wasserschäden, die auch die Stromversorgung und den Brandschutz beeinträchtigen könnten.

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Zeitpunkt der Wiederöffnung noch unklar

Am Montagmorgen konnte Czyborra noch nicht sagen, wie lange das Gebäude gesperrt bleibt. Sie sei im permanenten Kontakt mit der TU-Präsidentin. Man müsse prüfen, ob die Mängel, die zur Schließung führen, schnellstmöglich behoben werden können. Das sei am Wochenende noch nicht ganz klar gewesen. Große Sanierungen an den Hochschulen würden auch aus dem Landeshaushalt finanziert. Die Haushaltssituation des Landes Berlin sei derzeit sehr schwierig. Viele Maßnahmen seien in letzter Zeit gestrichen worden. Das Hauptgebäude habe nach Angaben der Senatorin allerdings nie oben auf der Liste gestanden. Zusätzlich bekämen die Hochschulen Geld für die Instandhaltung, wie es im Hochschulvertrag festgelegt sei. Dieses Geld sei in den letzten Jahren nicht immer so ausgegeben worden, wie es hätte ausgegeben werden sollen. Viel Geld sei liegen geblieben.

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