Adiós Ferien, frei und Fußball! Erst wollte die mexikanische Regierung Millionen Schülern wegen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft (11. Juni bis 19. Juli) extra lange Sommerferien schenken – doch nun gibt es die Wende.
Ursprüngliche Idee sorgte für Aufschrei
Die ursprüngliche Idee: Das Schuljahr sollte schon am 5. Juni enden – über einen Monat früher als üblich. Offiziell wegen extremer Hitze und erwarteten Verkehrsproblemen während der WM im eigenen Land. Für viele Kinder hätte das bedeutet: fast drei Monate Ferien am Stück statt der üblichen sechs Wochen. Doch die Entscheidung sorgte für einen Aufschrei. Elternvertreter, Bildungsexperten und der Arbeitgeberverband Coparmex warnten vor den Folgen: ein zusätzlicher Monat ohne Unterricht und Betreuung – für viele Familien ein echtes Problem. Insgesamt geht es um 23,4 Millionen Schüler im ganzen Land.
Krisentreffen mit Präsidentin – Entscheidung gekippt
Die Regierung reagierte – und zog die Notbremse. Bei einem Treffen mit Präsidentin Claudia Sheinbaum (63) und weiteren Verantwortlichen wurde der Plan wieder einkassiert. Das heißt: Das Schuljahr endet wie ursprünglich geplant am 15. Juli – also nur wenige Tage vor dem WM-Finale.
Bildungsminister Mario Delgado schreibt in einem Statement in den sozialen Medien: „Im Sinne des Aufrufs unserer Präsidentin Claudia Sheinbaum, auf die Vorschläge von Müttern und Vätern, Erziehungsberechtigten, Lehrern und der gesamten Bildungsgemeinschaft zu hören und einzugehen, bleibt der Schulkalender für das Schuljahr 2025/26 unverändert: Das Schuljahr endet am 15. Juli.“
Ganz vom Tisch ist das Thema aber nicht. Kleinere Anpassungen könnten noch kommen – etwa freie Tage an Spieltagen in den jeweiligen Städten.
Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko startet am 11. Juni in Mexiko-Stadt mit dem Eröffnungsspiel Mexiko gegen Südafrika. Im lateinamerikanischen Land selbst sind 13 Spiele geplant, das letzte davon ist ein Achtelfinale am 5. Juli im legendären Aztekenstadion.



