Woidke schließt weitere Amtszeit nicht aus: Brandenburgs Regierungschef hält sich Option offen
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat in einem aktuellen Interview eine weitere Amtszeit nach der nächsten Landtagswahl nicht ausgeschlossen. Der 64-Jährige verwies dabei auf das Beispiel von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der über 70 Jahre alt ist.
„Sag niemals nie“: Woidke beherzigt diesen Spruch
„Ich will eigentlich nicht unbedingt bis über 70 arbeiten, aber wie gesagt: Sag niemals nie“, erklärte Woidke im Gespräch mit der Zeitung „Nordkurier“. Diesen Spruch wolle er beherzigen. Der SPD-Politiker betonte jedoch, dass in seiner Partei Gedanken über einen möglichen Wechsel gemacht werden, wenn dieser eines Tages anstehen sollte. „Derzeit steht er nicht an“, so Woidke.
Nach der Wahl in Baden-Württemberg am 8. März und der Vereidigung einer neuen Landesregierung wird Woidke voraussichtlich Deutschlands dienstältester Ministerpräsident sein. Seit 2013 regiert er das Land Brandenburg und hat damit eine bemerkenswerte politische Laufbahn vorzuweisen.
Woidke setzt auf Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern
Der Brandenburger Ministerpräsident äußerte sich auch zur anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im September. Er setzt darauf, dass seine Partei mit Ministerpräsidentin Manuela Schwesig stärkste Kraft bleibt. „Ich persönlich bin fest davon überzeugt, dass Manuela Schwesig nicht nur eine gute Chance hat, die nächste Landtagswahl zu gewinnen. Sie wird die nächste Landtagswahl gewinnen“, sagte Woidke mit Überzeugung.
Er lobte Schwesig als Politikerin mit einem großen Herz für Mecklenburg-Vorpommern, die zahlreiche Projekte erfolgreich vorangebracht habe. Interessant ist dabei, dass Schwesig gebürtige Brandenburgerin ist, was die Verbindung zwischen den beiden SPD-geführten Ländern unterstreicht.
Umfragewerte und politische Herausforderungen
Die aktuelle politische Lage zeigt jedoch Herausforderungen für die SPD. In einer Umfrage von Infratest dimap für den NDR im Januar lag die SPD in Mecklenburg-Vorpommern bei 25 Prozent, deutlich hinter der AfD mit 35 Prozent. Dies unterstreicht den Wettbewerbsdruck, dem die Partei in einigen Regionen ausgesetzt ist.
In Brandenburg selbst gelang der SPD bei der Landtagswahl 2024 ein bemerkenswerter Erfolg: Nach einer spannenden Aufholjagd konnte sie die Wahl vor der AfD gewinnen. Dieser Sieg zeigt, dass Woidkes Führung und die Politik seiner Regierung bei den Wählern Anklang finden.
Woidkes Aussagen verdeutlichen, dass er trotz seines Alters und der langen Amtszeit weiterhin politisch engagiert bleibt. Seine offene Haltung gegenüber einer möglichen weiteren Kandidatur spiegelt sowohl persönliche Flexibilität als auch das Vertrauen in seine politische Arbeit wider. Die kommenden Monate werden zeigen, wie sich die Diskussionen innerhalb der SPD entwickeln und welche Entscheidungen für die Zukunft Brandenburgs getroffen werden.



