Berlin würdigt den früheren Bundeskanzler Helmut Kohl mit einer eigenen Straße. Seit Freitag trägt eine Allee im Bezirk Tiergarten offiziell den Namen Helmut-Kohl-Allee. Die feierliche Benennung fand in Anwesenheit von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) statt.
Eine große Straße für einen großen Mann
Die Helmut-Kohl-Allee verläuft von der Siegessäule in Richtung der CDU-Bundesgeschäftsstelle. In unmittelbarer Nähe liegen das Schloss Bellevue, der Amtssitz des Bundespräsidenten, sowie das Brandenburger Tor. „Europa, Deutschland und Berlin haben Helmut Kohl viel zu verdanken“, betonte Wegner bei der Einweihung. Er sei sehr froh, dass der „Kanzler der Einheit“ mit einer solchen Allee gewürdigt werde. „Es ist eine große Straße für einen großen Mann“, fügte er hinzu.
Hintergrund der Benennung
Die Benennung einer Straße nach Helmut Kohl war bereits im Koalitionsvertrag der Berliner Regierungsparteien CDU und SPD aus dem Jahr 2023 vereinbart worden, wie der RBB berichtet. In zahlreichen deutschen Städten wurden in den vergangenen Jahren bereits Straßen oder Plätze nach dem Altkanzler benannt.
Helmut Kohls Vermächtnis
Helmut Kohl war von 1982 bis 1998 Bundeskanzler. Seine Amtszeit war maßgeblich geprägt von der Deutschen Einheit im Jahr 1990. Er trieb die europäische Integration voran und gab entscheidende Impulse für Verständigung und Zusammenarbeit. Trotz seiner unbestrittenen historischen Verdienste gibt es auch Schattenseiten, wie etwa die CDU-Spendenaffäre. Ein Nachruf im SPIEGEL trug den Titel „Der schwarze Riese“. Kohl starb am 16. Juni 2017 im Alter von 87 Jahren.
Mit der Helmut-Kohl-Allee setzt Berlin nun ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für den Altkanzler. Die Straße liegt in prominenter Lage und verbindet symbolträchtige Orte der deutschen Hauptstadt.



