Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt hat ihre Forderung nach einem kleineren und weniger teuren öffentlich-rechtlichen Rundfunk erneuert. In einem Positionspapier heißt es, dass ARD und ZDF „vorrangig ergänzend“ tätig sein sollen. Zudem sollen die Gehälter gesenkt und Unterhaltungssendungen reduziert werden.
Rundfunkbeitrag soll langfristig sinken
„Was die Gebührenfrage angeht: Unser Ziel bleibt auf jeden Fall Stabilität und langfristig auch Absenkung“, sagte am Montag Marco Tullner, Obmann der CDU in der vom Landtag eingerichteten Enquete-Kommission. Die Forderung zielt darauf ab, die finanzielle Belastung der Bürger zu verringern.
Quoten-Hits auf dem Prüfstand
Das Positionspapier der Magdeburger CDU-Fraktion sieht vor, dass auch erfolgreiche Unterhaltungsformate kritisch hinterfragt werden. Die öffentlich-rechtlichen Sender sollen sich künftig stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren: Information, Bildung und Kultur. Unterhaltungssendungen, die auch von privaten Sendern angeboten werden, könnten gestrichen werden.
Die CDU betont, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk zwar wichtig sei, aber effizienter arbeiten müsse. Dazu gehöre auch eine Überprüfung der Gehaltsstrukturen. Die Enquete-Kommission soll bis Ende des Jahres Empfehlungen für eine Reform erarbeiten.



