US-Moderator Stephen Colbert hat in einem Interview mit der New York Times über das Ende seiner „Late Show“ gesprochen. Die Show wird Ende Mai nach elf Jahren abgesetzt. Colbert äußerte sich auch deutlich zu US-Präsident Donald Trump: „Ich habe kein Problem damit, dass Trump Republikaner ist. Ich habe ein Problem damit, dass Trump ein absoluter Narzisst ist, der nur für seine eigenen Interessen arbeitet und dem es offenbar egal ist, ob die ganze Welt in Flammen steht.“
Absetzung aus finanziellen Gründen
Der Sender CBS hatte im vergangenen Sommer bekannt gegeben, dass die Show aus finanziellen Gründen eingestellt wird. Colbert zeigte sich überrascht, da der Sender ihn vor drei Jahren noch zu einem Fünfjahresvertrag gedrängt hatte. Er unterschrieb jedoch nur einen Dreijahresvertrag. Trotz der Absetzung hegt Colbert keinen Groll: „Ich fühle mich viel besser, wenn ich dankbar bin und nicht wütend.“ Er genoss die Zusammenarbeit mit CBS.
Politische Wende brachte Erfolg
Zu Beginn riet der Sender Colbert davon ab, eine politische Show zu machen. Die ersten fünf Monate verliefen holprig. Erst als er begann, politische Witze zu machen, stiegen die Einschaltquoten. Colbert kritisierte Trump mehrfach in seiner Show.
Prominente Gäste zum Finale
In den letzten Folgen empfängt Colbert noch einmal große Namen: Oprah Winfrey, Meryl Streep, Billy Crystal und sogar Ex-Präsident Barack Obama. Regisseur Christopher Nolan wird ebenfalls zu Gast sein. Die letzte Folge wird am 21. Mai ausgestrahlt.
Zukunft ungewiss
Colbert arbeitet laut New York Times an einem Drehbuch für einen neuen „Herr der Ringe“-Film. Er mag Podcasts, interessiert sich für Comedy und liebt Livepublikum. Doch was nach der Show kommt, kann er noch nicht sagen: „Weil die Show etwa 95 Prozent meines Gehirns in Anspruch nimmt.“ Er könne erst darüber nachdenken, wenn die Show vorbei ist.



