Hoeneß und die Angst vor dem Altern
Bayern-Patron Uli Hoeneß hat in einem Interview mit DAZN nachdenkliche Töne angeschlagen. Der 74-jährige Ehrenpräsident des FC Bayern sprach offen über seine Sorge vor dem Älterwerden und richtete zugleich einen eindringlichen Appell an die Politik.
„Ein bisschen Angst“ vor dem Älterwerden
Hoeneß gab zu, dass er „ein bisschen Angst“ vor dem Altern habe. „Ich war immer jemand, der positiv war“, so der 74-Jährige. Doch in letzter Zeit merke er, dass in seinem Umfeld viele Menschen sterben oder schwer krank werden. „Das macht mir ehrlich gesagt ein bisschen Sorge“, offenbarte er.
Nachdenkliche Gedanken über das Vermächtnis
Hoeneß schilderte, dass er und seine Frau inzwischen viel häufiger über Todesfälle sprechen. „Wieder ist jemand gestorben, wieder gehen wir auf eine Beerdigung“, sagte er. Diese Erlebnisse führten auch zu Gedanken über das eigene Vermächtnis: „Das belastet mich schon sehr, gerade wenn man älter wird. Und wenn man dann ein Lebenswerk hinter sich hat, denkt man natürlich auch ein Stück weit über ein Vermächtnis nach.“
Leben im Hier und Jetzt
Trotz der nachdenklichen Momente betonte Hoeneß, dass er kein Mensch sei, der ständig zurückschaue. „Ich lebe im Hier und Jetzt“, sagte er. Beim Blick auf den Tegernsee denke er sich: „Wow, wie schön ist die Welt.“
Appell an Politik und Gesellschaft
In dem Interview wurde Hoeneß grundsätzlich und richtete einen Appell an die Politik und die Gesellschaft. „Wir Deutschen müssen begreifen, dass wir in einem der besten Länder der Welt leben – mit Demokratie, Meinungsfreiheit, sozialen Einrichtungen und einem guten Gesundheitswesen“, erklärte der 74-Jährige.
Sein Wunsch: „Ich hoffe vielmehr, dass unsere Politiker es auch in Zukunft schaffen, all das zu bewahren, was unser Land ausmacht.“ Zufriedenheit habe für ihn dabei einen „ganz hohen Stellenwert“. Dies wünsche er sich auch von den Menschen insgesamt wieder mehr.



