Krankenstand in Sachsen: Rückgang auf 6,1 Prozent im März
Krankenstand in Sachsen sinkt auf 6,1 Prozent

Der Krankenstand in Sachsen ist nach einer aktuellen Auswertung der Barmer Krankenkasse in diesem Jahr bislang rückläufig. Im März waren Beschäftigte im Freistaat durchschnittlich 1,9 Tage krankgeschrieben, was einem Krankenstand von 6,1 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahresmonat, als der Krankenstand bei 6,9 Prozent und die durchschnittlichen Fehltage bei 2,1 Tagen lagen, ist dies ein deutlicher Rückgang.

Positiver Trend setzt sich fort

Bereits in den Jahren 2024 und 2023 waren sächsische Beschäftigte in den ersten drei Monaten jeweils häufiger krankgeschrieben als im aktuellen Jahr. Die sächsische Barmer-Chefin Claudia Beutmann bewertet die Entwicklung positiv: „Der Trend der rückläufigen Krankenstände ist ein positives Signal für alle Beschäftigten und die Unternehmen im Land. So müssen weniger Ausfälle kompensiert werden.“

Telefonische Krankschreibung nicht ursächlich

Die Daten der Barmer zeigen laut Beutmann keinen Zusammenhang zwischen der Einführung der telefonischen Krankschreibung und den Fehlzeiten. „Dass die telefonische Krankschreibung ein Treiber für hohe Fehlzeiten gewesen sei, können wir aus den Daten nicht erkennen“, so Beutmann. Damit widerspricht die Kasse Forderungen von CDU-Politikern, die ein Ende dieser Regelung verlangt hatten.

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Politische Debatte um Krankschreibung

Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte den Krankenstand als zu hoch kritisiert und die telefonische Krankschreibung infrage gestellt. Auch Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte eine Überprüfung der Regelung an. Die aktuellen Zahlen aus Sachsen relativieren diese Kritik jedoch. Der Krankenstand gibt an, wie viele Beschäftigte in einem bestimmten Zeitraum krankheitsbedingt ausfallen. Für das gesamte Jahr 2025 ergab sich in Sachsen aus durchschnittlich 26 Fehltagen ein Krankenstand von rund 7,2 Prozent. Die Analyse der Barmer basiert auf Daten von rund 106.000 Versicherten.

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