Beim Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit seinen Reformplänen für Rente und Gesundheit auf heftige Ablehnung gestoßen. Die traditionell gewerkschaftsnahen Delegierten quittierten die Rede des Kanzlers mit Buhrufen, Pfiffen und höhnischem Gelächter.
Merz wirbt unbeirrt für Reformen
Merz warb für seine Pläne, die gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge in ein neues Verhältnis zu setzen. Er betonte, die Reform sei ein Gewinn für alle, auch für die Arbeitnehmer. Doch die Delegierten ließen sich nicht überzeugen. Immer wieder unterbrachen Buhrufe den Kanzler. Merz ließ sich davon nicht beirren und sprach weiter.
Kein Applaus am Ende
Am Ende der Rede gab es zwar keine Pfiffe mehr, aber auch keinen großen Applaus. Die Anwesenden zeigten sich unbeeindruckt. Merz hatte zuvor betont, die Bundesregierung stehe für Chancengleichheit, Freiheit, Frieden, Wohlstand und soziale Gerechtigkeit für nachfolgende Generationen.
Der DGB-Kongress in Berlin ist ein zentrales Forum der Gewerkschaften, die traditionell der CDU kritisch gegenüberstehen. Die Ablehnung der Reformpläne zeigt die tiefe Kluft zwischen Regierung und Arbeitnehmervertretern.



