Friedrich Merz' Besuch im Oval Office am Dienstag verlief ohne Glanz. Analysten aus dem Hauptstadtbüro warnen jedoch, dass die demütigende Trump-Show nur das kleinste Problem sei. Völlig offen sei, wie lange der Irankrieg dauere und welche Folgen er für Deutschland habe. Gestiegene Spritpreise sorgten bereits für Nervosität, ebenso die Angst vor einer neuen Wirtschaftskrise. Sollte es in Iran zu einem Bürgerkrieg kommen, wäre sogar eine Massenflucht denkbar. Der Krieg könnte Merz' Kanzlerschaft auf Dauer prägen.
Meinungsforscher Manfred Güllner von Forsa bestätigt die Sorgen: Rund die Hälfte der Bundesbürger erwarte Engpässe bei der Energieversorgung, über 80 Prozent rechnen mit stark steigenden Energie- und Benzinpreisen. Die meisten Deutschen hielten den Krieg der USA und Israels für falsch.
Bei Volkswagen sorgt ein unerwarteter Geldsegen für Streit. Betriebsratschefin Daniela Cavallo fordert eine Anerkennungsprämie für alle Mitarbeiter im Haustarif. Der Vorstand lehnt dies mit Verweis auf ein Rechtsgutachten ab, da eine Festlegung kurz vor der Betriebsratswahl die Wahl beeinflussen könnte. Cavallo verweist auf frühere Präzedenzfälle. Der Netto-Cashflow lag Ende 2025 rund sechs Milliarden Euro höher als erwartet. Experten warnen, dass der Cashflow kurzfristig gestaltbar sei und nicht mit Gewinn verwechselt werden dürfe. Die Bonus-Höhe für Vorstände sei noch unklar, bleibe aber vermutlich niedriger als in Vorjahren.
Zum Welt-Adipositas-Tag betonen Experten, dass Übergewicht kein Problem von Willensschwäche sei, sondern ein gesellschaftliches Problem. Der Arzt und Stoffwechselforscher Tim Hollstein erklärt: Adipositas sei eine Folge unserer Umgebung und biologischen Programmierung. Die Berichterstattung zeigt, dass das Thema gemeinsam angegangen werden müsse.



