Sanierung von Schloss Bellevue kostet über 600 Millionen Euro
Sanierung von Schloss Bellevue kostet über 600 Millionen Euro

Die grundlegende Sanierung von Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten, wird voraussichtlich mehr als 600 Millionen Euro kosten. Das Bundespräsidialamt bezifferte die erwarteten Kosten auf insgesamt 601 Millionen Euro. Hinzu kommen eine Risikoreserve von 188 Millionen Euro und eine Vorsorge für Preissteigerungen in Höhe von 71 Millionen Euro.

Allein die Sanierung des Schlosses selbst schlägt mit 146 Millionen Euro zu Buche, während das angrenzende Verwaltungsgebäude weitere 120 Millionen Euro kosten wird. Für den Neubau einer Hauptwache und Technikzentrale sind 173 Millionen Euro veranschlagt, und die Außen- und Sicherheitsanlagen sollen 162 Millionen Euro kosten.

Staatssekretärin Dörte Dinger betonte, dass es sich nicht um eine Luxussanierung handele, sondern um notwendige Maßnahmen. Ursprüngliche Pläne wie ein Pressezentrum oder eine Aufstockung des Bundespräsidialamts wurden verworfen. Der Parlamentarische Staatssekretär Sören Bartol (SPD) bezeichnete die Sanierung als unumgänglich.

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Schloss Bellevue dient seit 1994 als erster Amtssitz des Bundespräsidenten. Nach rund 30 Jahren intensiver Nutzung sollen bauliche und technische Mängel behoben sowie die Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz und Energieeffizienz erfüllt werden. Ziel ist ein nahezu klimaneutraler Betrieb nach der Sanierung.

Die Arbeiten sollen etwa acht Jahre dauern. Ab Sommer 2026 wird das Bundespräsidialamt in ein neu gebautes Bürogebäude in Berlin umziehen. Der nächste Bundespräsident oder die nächste Bundespräsidentin, die im Frühjahr 2027 gewählt wird, müsste die gesamte fünfjährige Amtszeit im Ausweichquartier verbringen.

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